Berlin – Islamismus an Schulen wird nach Einschätzung von Wolfgang Büscher (56), Sprecher der christlichen Kinder- und Jugendhilfe Arche, zu einer immer größeren Gefahr. Er schlägt Alarm und fordert die Politik zum Handeln auf. „Der Druck, den der politische Islam über Kinder muslimischen Glaubens an unseren Schulen auf Mitschüler ausübt, wird immer größer. Wenn die Politik jetzt nicht einschreitet, könnten wir das in ein paar Jahren bitter bereuen“, sagte Büscher dem „Focus“.
„Kleine Hardcore-Muslime wachsen heran“
Büscher beschreibt die Entwicklung drastisch: „Da wachsen kleine Hardcore-Muslime, Mini-Islamisten heran. Und die Politik hat bis jetzt noch keine effektiven Mittel gegen diese Entwicklung gefunden.“ Dies berichteten ihm zahlreiche Erzieherinnen und Erzieher der Arche-Einrichtungen. Besonders an Schulen mit einem sehr hohen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund sei die Gefahr religiösen Mobbings stark ausgeprägt. „Unser Personal berichtet mir immer öfter, dass Schüler, die sich nicht an strenge Lebensweisen des politischen Islams halten, ausgegrenzt, bedrängt, eingeschüchtert und sogar dazu gedrängt werden, zum Islam zu konvertieren.“
Drohungen gehen von bestimmten Gruppen aus
Die Drohungen gingen vor allem von Kindern aus, deren Eltern oder Großeltern aus Palästina, dem Gazastreifen, Syrien, dem Irak und dem Westjordanland stammen. Opfer seien nicht nur christliche oder jüdische Schüler, sondern auch Muslime, die sich nicht den strengen Regeln unterwerfen wollen.
Neue Studie belegt Islamismus-Nähe
Der aktuelle „Motra-Monitor“ zeigt, dass fast jeder zweite Muslim (45,1 Prozent) in Deutschland unter 40 Jahren latent oder manifest islamismusaffin eingestellt ist. Das bedeutet, sie fühlen sich zum Islamismus hingezogen. Diese Zahlen untermauern die Sorge von Pädagogen und Politikern.
Lehrer-Präsident fordert Rückhalt
Stefan Düll, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, sagte gegenüber BILD: „Die Politik darf nicht den Fehler machen, das Problem aus ideologischen Gründen unter den Teppich zu kehren. Unsere Lehrer brauchen vielmehr politischen Rückhalt aus den Landesschulämtern, wenn sie entsprechende Probleme benennen. Islamistisches Mobbing muss konsequent geahndet werden, wie jedes andere Mobbing auch.“
Berlin startet Studie zu religiösem Mobbing
Immerhin hat Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) im vergangenen Jahr eine wissenschaftliche Befragung in Auftrag gegeben. Bis Mitte 2026 sollen Tausende Kinder und Jugendliche an 450 Schulen interviewt werden, um das Ausmaß des Problems zu erfassen und geeignete Gegenmaßnahmen zu entwickeln.



