Sendlinger Loch: Grundsteinlegung für 186 Mietwohnungen
Sendlinger Loch: Bau von 186 Wohnungen startet

Das berühmte Sendlinger Loch ist Geschichte. An der Alramstraße 14 in München-Sendling wird endlich gebaut. Am Montag wurde die Grundsteinlegung für 186 Mietwohnungen gefeiert. Der US-amerikanische Projektentwickler Pembroke hatte das Grundstück im Juli 2025 für 53 Millionen Euro erworben. Nach umfassenden Sicherheitschecks herrscht nun reger Baubetrieb. Drei Kräne stehen in der ehemaligen Baugrube, die Bodenplatte ist zu zwei Dritteln fertig, und die Außenwand des siebenstöckigen Neubaus wird bereits hochgezogen.

Vom Stillstand zum Neubau

Die Baugrube war jahrelang ein Synonym für Probleme in der Baubranche. Ursprünglich hatte der Voreigentümer, eine Tochtergesellschaft von M-Concept, 128 Luxuseigentumswohnungen geplant. Doch finanzielle Schwierigkeiten führten zu einem fünfjährigen Stillstand. Das Wasser stand neun Meter tief in der Grube, über 2000 Fische siedelten sich an. Stadtbaurätin Elisabeth Merk betonte bei der Grundsteinlegung, dass nun „eine ordentliche Portion mehr Wohnungen“ entstehen. Mitte 2028 sollen Pembroke und der Projektentwickler Ehret + Klein die Arbeiten abschließen. Geplant sind 186 Mietwohnungen, ein Rewe im Erdgeschoss sowie eine Kita.

Knappe Rettung in letzter Sekunde

Michael Ehret, Gründer von Ehret + Klein, enthüllte bei der Feier, dass die Übernahme des Projekts in letzter Minute gelang. Nur eine halbe Stunde vor einer entscheidenden Sitzung im Rathaus habe er den Chef der Lokalbaukommission angerufen und mitgeteilt, dass Pembroke einsteige. „Es war in letzter Sekunde, wo wir die Chance hatten, dieses Projekt zu übernehmen“, sagte Ehret. Er dankte den Planern, Ingenieuren und insbesondere Angelika Wöhrl-Jena von der Firma Wöhrl Spezialtiefbau, die die Grube einst ausgehoben hatte und während des Stillstands regelmäßig überwachte. Ihre Firma habe das Grundwasser in die Grube laufen lassen, um Druck von den Ankern zu nehmen und so eine Katastrophe zu verhindern.

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Zukunft und Mietpreise

Christian Bosiljanoff, Deutschlandchef von Pembroke, erklärte: „Heute schlagen wir ein neues Kapitel auf. Wir bauen für Menschen, die hier leben und nicht nur investieren wollen.“ Die Kosten für die Wohnungen blieben jedoch geheim. Die Vermarktung soll im nächsten Jahr beginnen. Markus Lutz (SPD), Vorsitzender des Bezirksausschusses Sendling, rechnet mit einem Quadratmeterpreis von mindestens 30 Euro. Geförderte Wohnungen wird es nicht geben. Lutz zeigte sich dennoch erleichtert: „Die Anwohner sind sehr froh, dass der Supermarkt wieder kommt. Der fehlt seit Jahren.“

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