Berlin im Bandenkrieg: Dreimal täglich wird geschossen
Die Hauptstadt erlebt eine alarmierende Eskalation der Gewalt. Im vergangenen Jahr wurde auf Berlins Straßen durchschnittlich dreimal pro Tag scharf geschossen. Die jüngste Tat ereignete sich am Sonntag, dem 29. März, gegen vier Uhr morgens in Neukölln.
Schüsse aus fahrendem Auto treffen Bar
Aus einem fahrenden Wagen wurden Pistolenkugeln auf eine Bar in der Hermannstraße abgefeuert. Die Geschosse durchschlugen die Fensterscheiben des Lokals, in dem sich zum Glück niemand verletzte. Dies ist nur ein Beispiel von vielen, die zeigen, wie der Bandenkrieg der Clans zunehmend ausartet.
Zahl der Schusswaffendelikte fast verdoppelt
Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) gab am 12. März im Abgeordnetenhaus bekannt: „Die Zahl eingesetzter Schusswaffen hat sich 2025 gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt.“ Konkret registrierte die Berliner Polizei im vergangenen Jahr 1.119 Schusswaffendelikte – 2024 waren es noch 666. Von den ermittelten Tätern hatten 39,6 Prozent keinen deutschen Pass.
Organisierte Kriminalität hinter den Schießereien
Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den meisten Schießereien um Erpressungen und Revierkämpfe innerhalb der organisierten Kriminalität handelt. Dabei handelt es sich um mafiöse Banden, sogenannte Clans, die auf offener Straße aufeinander schießen. Ihre Mitglieder stammen überwiegend aus dem arabischen oder kurdischen Raum.
Neue kriminelle Netzwerke durch Zuwanderung
Der Clan-Forscher und Politikwissenschaftler Mahmoud Jaraba von der Universität Erlangen warnt: Unter den Flüchtlingen aus Syrien hätten sich „gefährliche Netzwerke“ gebildet. „Wir beobachten, dass sich unter einem kleinen Teil der syrischen Zuwanderer unterschiedliche kriminelle Strukturen herausgebildet haben“, erklärt Jaraba. Diese basieren auf familiären Bindungen, regionaler Herkunft oder losen Allianzen.
Senat kämpft gegen Windmühlenflügel
Der Berliner Senat hat zwar den Kampf gegen die Geldwäsche der Clans aufgenommen, doch viele Kritiker sehen darin einen Kampf gegen Windmühlenflügel. Es fehle an politischem Willen und dem notwendigen Bewusstsein für die Dimension des Problems. Die Gewalt auf den Straßen Berlins zeigt, dass härtere Maßnahmen erforderlich wären, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.
Die Situation bleibt angespannt: Während die Polizei täglich mit neuen Schusswaffendelikten konfrontiert wird, wachsen die kriminellen Strukturen weiter. Die Frage bleibt, wie Berlin dieser gefährlichen Entwicklung wirksam begegnen kann.



