Organisierte Betrügerbanden täuschen mit gefälschten Spendenaktionen in Ludwigslust und Grabow
In den Städten Ludwigslust und Grabow sind derzeit organisierte Betrügerbanden unterwegs, die mit gefälschten Spendenaktionen für Behinderte und taubstumme Kinder an das Geld der Bürger gelangen wollen. Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Masche, bei der die Täter sogar in Geschäften aktiv werden.
Betrüger geben vor, taubstumm zu sein
Die Betrüger stehen vor Geschäften oder an belebten Orten und bitten mit einem Zettel um Spenden, wobei sie vorgeben, taubstumm zu sein. Gilbert Küchler, Leiter des Polizeihauptreviers Ludwigslust, erklärt: „Diese Art der gefälschten Spendenaktion erleben wir aktuell wieder in Ludwigslust und Grabow.“ In der vergangenen Woche wurde diese Betrugsmasche mehrmals gemeldet, wobei die Täter nun auch in Geschäften nach Geld fragen.
Vorfälle in Discountern und Einkaufszentren
Am 11. März versuchten zwei Frauen in einem Discounter im Parkviertel von Grabow Spenden zu sammeln. Als eine Mitarbeiterin sie ansprach und mit der Polizei drohte, konnten die Frauen plötzlich sprechen. Am 12. März wurden im Lindencenter in Ludwigslust zwei Männer von der Polizei festgestellt. Gilbert Küchler berichtet: „Wir haben ihre Personalien aufgenommen und die Männer durchsucht. Geld konnten wir dabei nicht feststellen.“
Organisierte Banden mit klaren Rollen
Hinter dieser Betrugsmasche stecken laut Polizei organisierte Banden, die gezielt vorgehen. Gilbert Küchler erläutert: „Oft sind es zwei bis vier Personen, die auch ihre Rollen wechseln. Zwei versuchen an die vermeintlichen Spenden zu kommen, ein Dritter sammelt das Geld ein und der Vierte wartet im Auto.“ Daher sei das Geld meist schon weg, bevor die Polizei eintrifft. Die Betrüger nutzen gefälschte Listen, um Spender zu überzeugen, doch die genannten Organisationen existieren nicht.
Polizei ergreift Maßnahmen und sucht Geschädigte
Betrüger, die von der Polizei kontrolliert werden, erhalten eine Anzeige und einen Platzverweis, oft für den gesamten Landkreis. Gilbert Küchler rät dringend davon ab, sich zu Spenden überreden zu lassen: „Spendenaktionen müssen immer vom Ordnungsamt genehmigt werden. Wer etwas spenden möchte, sollte sich immer diese Genehmigung zeigen lassen.“ Zudem sucht die Polizei nach Geschädigten, die den Betrügern Geld gegeben haben. Gilbert Küchler betont: „Das Geld sehen sie wahrscheinlich nicht wieder, aber es wäre gut, wenn sie sich bei uns melden.“



