Trump erwägt Rückführung der Militärangriffe gegen den Iran
Washington • In einer überraschenden Ankündigung hat US-Präsident Donald Trump in Betracht gezogen, die Militärangriffe auf den Iran zurückzufahren. Bislang schien ein Kriegsende im Iran nicht in Sicht, doch nun deutet der Republikaner auf der Plattform Truth Social an, dass die USA kurz davor stünden, ihre eigenen Ziele im Konflikt zu erreichen.
Fünf konkrete Kriegsziele benannt
Trump listete in seinem Beitrag fünf spezifische Ziele auf, die seiner Ansicht nach fast erfüllt sind. Dazu gehören:
- Die vollständige Zerstörung der iranischen Raketenfähigkeiten und Abschussvorrichtungen
- Die Vernichtung der iranischen Verteidigungsindustrie
- Die Eliminierung der Marine und Luftwaffe des Iran samt der Flugabwehrsysteme
- Die Sicherstellung, dass der Iran niemals auch nur annähernd in den Besitz von Atomwaffen gelangt
- Der Schutz der Verbündeten im Nahen Osten, einschließlich Israel, Saudi-Arabien, Katar, Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain, Kuwait und weitere
Verantwortung für Straße von Hormus wird neu definiert
Zudem sieht sich die US-Regierung nach Trumps Worten nicht in der Hauptverantwortung für den Schutz der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Der Präsident betonte, dass primär die Länder verantwortlich seien, die diese Wasserstraße für den Energiehandel nutzen. Die USA könnten sich lediglich auf Anfrage an entsprechenden Operationen beteiligen, so seine Aussage.
Drei Wochen Krieg mit regionalen Auswirkungen
Die USA und Israel führen seit drei Wochen Krieg gegen den Iran, wobei sich der Konflikt inzwischen auch auf andere Länder in der Region ausgeweitet hat. In der Folge des Krieges kam der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nahezu vollständig zum Erliegen, was erhebliche Auswirkungen auf den globalen Energiehandel hat.
Trumps Ankündigung markiert eine potenzielle Wende in der bisherigen Eskalationsspirale und wirft Fragen nach der zukünftigen Strategie der USA im Nahen Osten auf. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit, da eine Reduzierung der Militärangriffe möglicherweise den Weg für diplomatische Lösungen ebnen könnte.



