Betrunkener Fahrgast attackiert ICE-Schaffner mit Krücke in Halle
Betrunkener schlägt ICE-Schaffner mit Krücke in Halle

Betrunkener Fahrgast attackiert ICE-Schaffner mit Krücke in Halle

Erneut ist es zu einer schweren Attacke auf einen Zugbegleiter im deutschen Schienenverkehr gekommen. In einem ICE, der von Berlin nach München unterwegs war, wurde ein Schaffner von einem betrunkenen Fahrgast mit einer Krücke am Kopf verletzt. Der Vorfall ereignete sich am Montagabend während einer routinemäßigen Ticketkontrolle.

Aggressive Eskalation bei Fahrkartenkontrolle

Der 64-jährige Fahrgast, der über kein gültiges Ticket verfügte, wurde bei der Kontrolle durch den Zugbegleiter aggressiv und versuchte, der Situation durch Flucht zu entkommen. Wie die Polizei mitteilte, verstellte der Schaffner dem Mann daraufhin den Weg, woraufhin dieser mit seiner Gehhilfe zuschlug. Beim Ausholen traf die Krücke nicht nur den Zugbegleiter, sondern auch eine unbeteiligte Passagierin, die sich in der Nähe befand.

Der ICE hielt anschließend am Hauptbahnhof in Halle an, wo bereits Polizeikräfte auf den Verdächtigen warteten. Seine Identität wurde umgehend festgestellt und ein Alkoholtest durchgeführt. Das Ergebnis war erschreckend: Der Mann wies einen Atemalkoholwert von 2,68 Promille auf – ein klarer Hinweis auf starke Trunkenheit.

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Folgen des Vorfalls und rechtliche Konsequenzen

Der angegriffene Zugbegleiter musste seinen Dienst abbrechen und wurde medizinisch versorgt. Ob auch die getroffene Passagierin Verletzungen erlitt, war zunächst nicht abschließend geklärt. Der betrunkene Fahrgast muss sich nun wegen Erschleichens von Leistungen und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren.

Traurige Erinnerung an tödlichen Vorfall in Rheinland-Pfalz

Dieser Angriff erinnert schmerzlich an einen ähnlichen, jedoch noch tragischeren Vorfall aus dem Februar. Damals wurde ein 26-jähriger Zugbegleiter in einem Regionalexpress nahe Kaiserslautern bei einer Ticketkontrolle tödlich verletzt. Ein Fahrgast ohne gültigen Fahrschein hatte dem jungen Mann mehrfach heftig mit der Faust gegen den Kopf geschlagen. Die Tat löste deutschlandweit Entsetzen und Diskussionen über die Sicherheit von Bahnmitarbeitern aus.

Die erneute Gewalttat im ICE unterstreicht die anhaltenden Gefahren, denen Zugbegleiter im täglichen Dienst ausgesetzt sind. Experten fordern verstärkte Sicherheitsmaßnahmen und mehr Unterstützung für das Personal, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Die Bahn hat bereits angekündigt, den Fall genau zu untersuchen und Konsequenzen zu ziehen.

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