Kevin-Prince Boateng über das schwierige Verhältnis zu Bruder Jérôme
Kevin-Prince Boateng hat in einem Podcast über das angespannte Verhältnis zu seinem Halbbruder Jérôme Boateng gesprochen. Der 39-jährige ehemalige Fußballprofi gab zu, dass er Jérôme die größten Erfolge mit dem FC Bayern München nicht gegönnt habe. „Uns verbindet nichts“, sagte Kevin-Prince Boateng im Podcast von Andreas Poke. Er habe „nie ein gutes Verhältnis“ zu dem zwei Jahre jüngeren Bruder gehabt, „weil er ganz anders ist als ich“.
Neid auf Champions-League-Triumphe
Besonders neidisch sei er auf die Champions-League-Siege seines Bruders gewesen. Jérôme Boateng gewann den Henkelpott zweimal mit dem FC Bayern. „Das ist das Einzige, was zählt“, meinte Kevin-Prince Boateng, der selbst Meistertitel in Spanien und Italien holte. „Ich will die Champions League gewinnen. Er hat die Champions League gewonnen, und ich dachte: ‚Du verdienst das nicht, mein Freund.'“
Kevin-Prince Boateng erklärte, er habe immer gedacht, Jérôme habe nichts von dem verdient, was er erreicht habe. „Ich bin derjenige, der die Schritte nach vorn gemacht hat. Und auch die falschen. Ich habe ihm den Weg geebnet.“
Distanz auch während Gerichtsprozess
Der ältere der beiden Halbbrüder hielt auch während des langjährigen Gerichtsprozesses gegen Jérôme Boateng Distanz. Jérôme Boateng beendete seine Karriere im vergangenen Herbst, während Kevin-Prince Boateng bereits zwei Jahre früher die Schuhe an den Nagel gehängt hatte.
Die beiden Fußballer haben denselben Vater, aber unterschiedliche Mütter. Die Beziehung war schon vor Jahren von Missgunst geprägt. Kevin-Prince Boateng betonte, dass ihn und seinen Bruder nichts verbinde und sie grundverschieden seien.



