Eine 53-jährige Frau aus Norditalien hat mit einer erfundenen Tragödie um den Tod ihrer schwangeren Tochter eine frühere Arbeitskollegin um mehrere tausend Euro betrogen. Wie italienische Medien unter Berufung auf die Carabinieri berichteten, setzte die Verdächtige dabei auch Bilder ein, die mit Künstlicher Intelligenz erstellt wurden.
Die erfundene Geschichte
Die Frau hatte ihrer Ex-Kollegin, mit der sie früher in einem Hotel in Südtirol gearbeitet hatte, erzählt, ihre schwangere Tochter sei schwer erkrankt. Sie behauptete, die Tochter werde in einer Spezialklinik in der Schweiz behandelt, und später, dass sie gestorben sei.
Um die Geschichte glaubwürdig erscheinen zu lassen, verschickte die Verdächtige zunächst Bilder von Neugeborenen und gab vor, es handele sich um ihr Enkelkind. Später folgten KI-generierte Bilder einer angeblichen Trauerfeier, die den Tod der Tochter untermauern sollten.
Geldüberweisungen und Aufdeckung
Die frühere Kollegin überwies mehrfach Geld für angebliche Krankenhaus- und Behandlungskosten. Insgesamt soll die Summe im unteren fünfstelligen Bereich liegen. Erst als Angehörige des Opfers Verdacht schöpften, wurde Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Ermittlungen der Carabinieri führten schließlich zur Identifizierung der Verdächtigen.
Die 53-Jährige stammt aus der Region Venetien, während die Ex-Kollegin aus Gröden in Südtirol kommt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Betrugs. Der Fall zeigt, wie Künstliche Intelligenz zunehmend für kriminelle Zwecke missbraucht wird.



