In der Münchner Stadtpolitik zeichnen sich erste Spannungen ab. Der gescheiterte Oberbürgermeister-Kandidat der CSU, Clemens Baumgärtner, soll einen neuen Posten erhalten: die Leitung des Olympiaparks. Diese Personalie sorgt in der sogenannten Mango-Koalition, bestehend aus Grünen, SPD und Freien Wählern, für Unmut.
Hintergrund der Personalie
Baumgärtner hatte bei der OB-Wahl im März 2026 eine deutliche Niederlage gegen Amtsinhaberin Katrin Habenschaden (Grüne) erlitten. Nun plant die neue Rathaus-Mehrheit, ihn als Nachfolger der bisherigen Olympiapark-Chefin einzusetzen. Die bisherige Chefin des Olympiaparks, die erst vor zwei Jahren berufen wurde, soll weichen.
Reaktionen aus der Koalition
In den Reihen der Koalitionäre gibt es jedoch Widerstand. Besonders die Grünen zeigen sich irritiert über die schnelle Entscheidung. Ein Sprecher der Grünen-Fraktion erklärte: „Wir haben uns auf eine transparente Personalpolitik verständigt. Diese Entscheidung wurde nicht ausreichend mit uns abgestimmt.“ Auch die SPD äußerte Bedenken: „Es geht nicht um die Person Baumgärtner, sondern um den Prozess. Wir erwarten, dass alle Koalitionspartner eingebunden werden.“
Die Freien Wähler hingegen verteidigen die Entscheidung. Fraktionschef Johann Müller betonte: „Baumgärtner verfügt über langjährige Erfahrung in der Wirtschaft und ist bestens vernetzt. Er ist der richtige Mann für diese Position.“
Auswirkungen auf die Koalition
Die Personalie könnte die junge Koalition vor eine erste Bewährungsprobe stellen. Beobachter sehen darin ein erstes Grummeln, das jedoch noch keine ernsthafte Krise darstellt. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Koalition ihre Differenzen überbrücken kann.
Baumgärtner selbst äußerte sich bislang nicht zu den Spekulationen. Sein Umfeld signalisiert jedoch Bereitschaft, die neue Aufgabe zu übernehmen.



