Bondi über Maxwell: US-Justizministerin wünscht ihr Gefängnistod
In einer Anhörung vor Kongressabgeordneten hat sich US-Justizministerin Pam Bondi mit drastischen Worten über Ghislaine Maxwell geäußert. Die langjährige Vertraute des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein werde „hoffentlich im Gefängnis sterben“, erklärte Bondi vor dem Ausschuss. Diese Äußerung erfolgte im Kontext einer kritischen Befragung, bei der sich Bondi zahlreichen Fragen stellen musste.
Maxwell nutzt Schweigerecht und fordert Begnadigung
Zuvor hatte Ghislaine Maxwell vor einem Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses von ihrem verfassungsmäßigen Schweigerecht Gebrauch gemacht. Gemäß der US-Verfassung darf niemand in einem Strafverfahren zur Aussage gegen sich selbst gezwungen werden. Allerdings stellte Maxwells Anwalt in Aussicht, dass die 64-Jährige im Falle einer Begnadigung bereit wäre, öffentlich auszusagen und möglicherweise weitere Informationen preiszugeben.
Hintergrund: Verurteilung und Haftstrafe
Ghislaine Maxwell wurde im Jahr 2022 wegen ihrer Beteiligung an den Verbrechen von Jeffrey Epstein verurteilt. Sie soll dem verurteilten Sexualstraftäter Mädchen und junge Frauen zugeführt haben, was zu ihrer Verurteilung führte. Derzeit verbüßt Maxwell ihre 20-jährige Haftstrafe in einem Gefängnis in Texas. Zuvor war sie in einer Haftanstalt in Florida inhaftiert, bevor sie in die texanische Einrichtung verlegt wurde.
Die Anhörung, bei der Bondi ihre drastischen Worte fand, war Teil einer umfassenderen Untersuchung zu den Vorgängen um Jeffrey Epstein und sein Netzwerk. Bondis Äußerungen unterstreichen die anhaltende Brisanz des Falls, der seit Jahren für Schlagzeilen sorgt und die US-Justizbehörden beschäftigt. Die Debatte um Maxwells mögliche Aussagebereitschaft bei einer Begnadigung bleibt ein kontroverses Thema, das weiterhin Diskussionen auslöst.



