Ein verheerender Brand hat auf einem der größten Volksfeste Mexikos eine Tragödie ausgelöst. Auf dem Jahrmarkt in Villahermosa, der Hauptstadt des Bundesstaates Tabasco, brach am Mittwochabend ein Feuer aus, das sich explosionsartig ausbreitete. Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben, zahlreiche Besucher wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Die Behörden gehen von einer noch höheren Opferzahl aus.
Feuerball über dem Gelände
Handyaufnahmen zeigen, wie eine riesige schwarze Rauchwolke über dem Jahrmarkt aufsteigt und Flammen meterhoch in den Himmel schlagen. Besucher rennen schreiend um ihr Leben, viele versuchen, sich in Sicherheit zu bringen. Das Feuer erfasste eine Halle und rund 200 Stände innerhalb kürzester Zeit. Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort und kämpften gegen die Flammen an. „Es war ein Inferno, das sich rasend schnell ausbreitete“, berichtete ein Augenzeuge.
Ursache noch unklar
Die Brandursache ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Ersten Berichten zufolge könnte ein Kurzschluss in einer der elektrischen Anlagen das Feuer ausgelöst haben. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sichert Spuren. Der Jahrmarkt, der jedes Jahr Tausende Besucher anzieht, war am Abend gut besucht. Die Rettungskräfte versorgten die Verletzten und brachten sie in umliegende Krankenhäuser. Die Stimmung unter den Überlebenden ist gedrückt. „Ich habe Menschen weinen und schreien gehört, es war schrecklich“, sagte eine Besucherin.
Die mexikanischen Behörden haben eine Untersuchung angeordnet und prüfen, ob Sicherheitsvorschriften verletzt wurden. Das Unglück hat landesweit Entsetzen ausgelöst. Der Gouverneur von Tabasco sprach den Angehörigen sein Beileid aus und versprach eine lückenlose Aufklärung. Der Jahrmarkt bleibt vorerst geschlossen.



