WM-Tickets: Kalifornien leitet Untersuchung gegen FIFA ein
WM-Tickets: Kalifornien untersucht FIFA

Untersuchung wegen möglicher Irreführung beim Ticketverkauf

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat eine offizielle Untersuchung gegen die FIFA eingeleitet. Der Fußball-Weltverband steht im Verdacht, beim Verkauf der Eintrittskarten für die Weltmeisterschaft 2026 gegen geltendes Recht verstoßen zu haben. Generalstaatsanwalt Rob Bonta forderte die FIFA am Mittwoch auf, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.

Fans fühlen sich getäuscht

Hintergrund sind Berichte, wonach die FIFA die Kategorien der Tickets nach dem Verkauf geändert haben soll. Käuferinnen und Käufer, die vermeintlich Plätze der höchsten Kategorie 1 erworben hatten, erhielten später Plätze zugewiesen, die ursprünglich als Kategorie 2 ausgewiesen waren. „Kalifornier sollten darauf vertrauen können, dass die Plätze, die sie kaufen, zu den Angaben aus dem Verkaufsprozess passen“, erklärte Bonta. Er erwarte nun detaillierte Informationen zu den Sitzplanänderungen.

FIFA beruft sich auf Orientierungshilfe

Bereits im Vormonat hatte das Portal „The Athletic“ über die Vorfälle berichtet. Demnach wurden mehr als drei Millionen Tickets in vier Preiskategorien verkauft, die in farbigen Stadionplänen dargestellt waren. Die FIFA selbst erklärte damals, die Kategorien seien lediglich als „Orientierungshilfe“ gedacht gewesen und hätten keine „exakte Sitzanordnung“ dargestellt. Diese Argumentation könnte nun vor Gericht auf den Prüfstand kommen.

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Preispolitik sorgt für Unmut

Der Ticketverkauf für die WM 2026, die vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet, hatte bereits zuvor für Kritik gesorgt. Besonders die Preisgestaltung stieß vielen Fans sauer auf. Während das teuerste Ticket für das Finale der WM 2022 in Katar offiziell rund 1600 US-Dollar kostete, verlangt die FIFA für das Endspiel am 19. Juli in New Jersey stolze 32.970 US-Dollar. Die nun eingeleitete Untersuchung könnte den Druck auf den Weltverband weiter erhöhen.

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