Der Traditionsklub Heart of Midlothian steht kurz vor der Sensation im schottischen Fußball. Der Außenseiter aus Edinburgh kann am Samstag mit einem Unentschieden im direkten Duell bei Celtic Glasgow den ersten Meistertitel seit 1960 feiern und wäre damit der erste schottische Meister seit 41 Jahren, der nicht aus Glasgow kommt.
Hearts siegt souverän gegen Falkirk
Am vorletzten Spieltag der Meisterrunde gewannen die Hearts ihr Heimspiel im Tynecastle Park gegen den FC Falkirk mit 3:0 (2:0). Frankie Kent (29. Minute), Cameron Devlin (34.) und Blair Spittal (86.) erzielten die Treffer für die Mannschaft von Trainer Steven Naismith. Zeitgleich setzte sich Celtic Glasgow mit 3:2 (1:1) beim FC Motherwell durch und bleibt damit nur einen Punkt hinter den Hearts.
Entscheidung am Samstag in Glasgow
Am kommenden Samstag (13.30 Uhr) treffen beide Teams im Celtic Park aufeinander. Den Hearts, bei denen der deutsche Torhüter Alexander Schwolow im Kasten steht, reicht bereits ein Remis zum Titelgewinn. Ein Sieg wäre die Krönung einer beeindruckenden Saison. Sollten die Hearts die Meisterschaft holen, wäre es der erste Titel für einen Klub außerhalb Glasgows seit 1985, als sich Celtic und die Rangers die Meisterschaften teilten.
Historischer Hintergrund der Hearts
Heart of Midlothian, 1874 gegründet, war bislang viermal Meister: 1895, 1897, 1958 und 1960. Nach dem letzten Titel durchlebte der Klub turbulente Zeiten, die ihn sogar bis in die zweite Liga führten. Erst 2021 gelang der Wiederaufstieg. Nun steht das Team vor dem größten Erfolg seit Jahrzehnten.
Celtic mit Last-Minute-Sieg
Celtic Glasgow sicherte sich durch einen dramatischen 3:2-Erfolg bei Motherwell die Chance auf die Titelverteidigung. Daizen Maeda (41.), Benjamin Nygren (58.) und Kelechi Iheanacho per Elfmeter in der neunten Minute der Nachspielzeit (90.+9) trafen für die Bhoys. Damit bleibt Celtic weiter im Rennen und will den Hearts im direkten Duell die Meisterschaft noch entreißen.
Die Vorfreude auf das Endspiel ist riesig. Die Hearts-Fans träumen vom ersten Titel seit 66 Jahren, während Celtic die eigene Dominanz verteidigen will. Ein spannendes Finale ist garantiert.



