Busbrand in der Schweiz: Sechs Tote bei mutmaßlicher Brandstiftung - Zeuge beschreibt schockierende Details
Busbrand Schweiz: Sechs Tote bei mutmaßlicher Brandstiftung

Busbrand in Kerzers: Sechs Todesopfer bei mutmaßlicher Brandstiftung

Die schweizerische Gemeinde Kerzers im Kanton Freiburg wurde am Dienstagabend von einer schrecklichen Tragödie erschüttert. Ein Linienbus des Unternehmens Postauto geriet kurz vor seiner Endstation in Flammen, wobei sechs Menschen ihr Leben verloren und fünf weitere Personen verletzt wurden. Unter den Verletzten befindet sich laut Polizeiangaben auch einer der Ersthelfer, der bei den Rettungsarbeiten zu Schaden kam.

Ermittler gehen von absichtlicher Tat aus

Die Ermittlungsbehörden haben inzwischen klare Hinweise darauf gefunden, dass es sich bei dem verheerenden Feuer nicht um einen Unfall handelt. Vielmehr gehen die Experten von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus, die das Fahrzeug vollständig ausbrennen ließ. Besonders alarmierend sind die Aussagen von Augenzeugen, die einen schockierenden Ablauf im Inneren des Busses beschreiben.

Ein Zeuge berichtete in einem Video, das von der Schweizer Zeitung "Blick" veröffentlicht wurde, von einem Mann, der sich mit Benzin übergossen und anschließend selbst angezündet haben soll. "Er hat Benzin ausgeleert und sich selbst angezündet", so die erschütternde Schilderung des Mannes. Diese Information sei auch bei der Polizei eingegangen, wie eine Sprecherin bestätigte, allerdings könne man diese Angaben zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht offiziell bestätigen.

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Großeinsatz der Rettungskräfte

Der Notruf erreichte die Kantonspolizei gegen 18:25 Uhr am Dienstagabend. Als die ersten Rettungskräfte am Unglücksort eintrafen, stand das Fahrzeug bereits vollständig in Flammen. Ein massiver Großeinsatz wurde ausgelöst, bei dem neun Krankenwagen und ein Rettungshubschrauber zum Einsatz kamen. Die Straße musste über mehrere Stunden komplett gesperrt werden, während Forensiker bis tief in die Nacht hinein am ausgebrannten Wrack arbeiteten und wichtige Spuren sicherten.

Die Identifizierung der Opfer gestaltet sich als schwieriger Prozess, der auch am Mittwoch noch nicht abgeschlossen war. Unklar bleibt ebenfalls, ob sich der mutmaßliche Brandstifter unter den Todesopfern oder Verletzten befindet. Die Staatsanwaltschaft hat ein umfassendes Strafverfahren eröffnet, und die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Politische Reaktionen und offene Fragen

Bundespräsident Guy Parmelin zeigte sich tief erschüttert von der Tragödie. "Es bestürzt mich und macht traurig, dass wiederum Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind", erklärte der 66-Jährige. Die Frage, ob es sich bei dem verheerenden Feuer möglicherweise um einen Terroranschlag handeln könnte, bleibt vorerst unbeantwortet. Die Ermittler halten sich mit Spekulationen zurück und konzentrieren sich auf die forensische Aufarbeitung des Falles.

Die Kantonspolizei kündigte an, am Mittwochnachmittag weitere Informationen zum aktuellen Ermittlungsstand bekanntzugeben. Bis dahin bleiben viele Fragen offen in einem Fall, der die Schweiz in Trauer versetzt hat und die Ermittlungsbehörden vor eine komplexe Aufgabe stellt. Die genauen Umstände, die zu dieser schrecklichen Tat führten, sowie die Motive des oder der Täter werden im Zentrum der weiteren Ermittlungen stehen.

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