Schweizer Camper-Bewohner (65) zündet Linienbus an: Sechs Tote nach tragischem Inferno
Camper-Bewohner zündet Bus an: Sechs Tote in der Schweiz

Schweizer Camper-Bewohner verübt Selbstmordanschlag in Linienbus

In der Schweizer Gemeinde Kerzers hat ein 65-jähriger Mann einen verheerenden Selbstmordanschlag in einem Linienbus verübt, bei dem sechs Menschen ums Leben kamen und fünf weitere verletzt wurden. Peter M., der zuletzt in einem verwahrlosten Camper auf einem Bauernhof lebte, hatte den Stellplatz für sein Wohnmobil Ende März räumen müssen, da die Duldung auf dem Grundstück abgelaufen war.

Ein isoliertes Leben voller Probleme

Laut Berichten des Schweizer Tagesanzeigers war Peter M. ein verschuldeter Einzelgänger, der sich zunehmend in seine eigene Welt zurückgezogen hatte. Der ehemalige Lastwagenfahrer soll gesundheitlich schwer gezeichnet gewesen sein und sich vor Schmerzen kaum noch fortbewegen können. Eine Anwohnerin beschrieb ihn als zurückhaltend, einsilbig, aber freundlich. Seinen Briefkasten habe er vor der Tat lange nicht mehr geleert.

Verzweifelte Hilfesuche bei Behörden

Der 65-Jährige fühlte sich vom Staat im Stich gelassen und suchte die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) auf, um Unterstützung bei Behördengängen zu erhalten. Ein KESB-Mitarbeiter bemühte sich laut Angaben des Bauernhofbesitzers um einen Altersheim-Platz für Peter M. Kürzlich begab sich der Mann freiwillig in eine Klinik, verließ diese jedoch wenige Stunden vor der Katastrophe wieder.

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Polizeiliche Fahndung und tragisches Ende

Das Krankenhaus informierte daraufhin die Polizei, die prüfte, ob von der Person eine Gefahr ausgehe. Peter M. wurde im nationalen Fahndungssystem zur Suche ausgeschrieben. Polizisten suchten nach seinem Wohnmobil, befragten Taxifahrer in Kerzers und kontaktierten Angehörige. Doch jede Spur fehlte – bis die Freiburger Kantonspolizei um 18.25 Uhr die Meldung erhielt, dass ein Linienbus brenne.

Das Inferno im Bus

Am Dienstagabend stieg Peter M. in den Bus, verhielt sich laut Zeugen auffällig und rubbelte Lotterielose frei, bevor er sich mit Benzin übergoss und anzündete. Augenzeuge Daniel Imhof (49) schilderte: Menschen sind in Flammen aus dem Bus gerannt. Feuerwehr und Polizei rückten mit einem Großaufgebot an. Die Opfer sind zwischen 16 und 63 Jahren alt.

Trauer und Untersuchungen

Zahlreiche Menschen trauern am Ort der Tragödie um die Opfer. Schweizer Ermittler arbeiten unter Hochdruck daran, die genauen Umstände der schrecklichen Tat aufzuklären. Die Frage, wie es zu dieser Eskalation kommen konnte, beschäftigt nun Behörden und Öffentlichkeit gleichermaßen.

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