Chaos-Fahrt in Möckern: Autofahrer mit 2,52 Promille rammt Fahrradständer und flüchtet
In Möckern im Jerichower Land hat ein 29-jähriger Autofahrer am Sonntagabend gegen 18 Uhr eine gefährliche Chaos-Fahrt verursacht, die mit einem hohen Alkoholwert von 2,52 Promille endete. Die Polizei beendete die Fahrt nach Zeugenmeldungen, die den Mann beim Rammen eines Fahrradständers beobachtet hatten.
Flucht und bizarre Fahrmanöver
Nachdem der Autofahrer den Fahrradständer im Upstallweg beschädigt hatte, flüchtete er vom Unfallort. Zeugen berichteten der Polizei von weiteren auffälligen Manövern: Der Mann fuhr mehrfach über Bordsteine, würgte den Motor wiederholt ab und ließ die Scheibenwischer auf höchster Stufe laufen – obwohl es nicht regnete. Diese Handlungen deuteten bereits auf eine erhebliche Beeinträchtigung hin.
Polizeikontrolle mit alarmierenden Ergebnissen
Die Beamten konnten den 29-Jährigen wenig später in der Nähe eines Firmengeländes stellen. Bei der Kontrolle fiel sofort ein deutlicher Alkoholgeruch auf, und der Mann konnte keinen Führerschein vorzeigen. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,52 Promille, was deutlich über der Grenze von 1,1 Promille liegt, ab der Autofahrer als absolut fahruntauglich gelten.
Am Fahrzeug wurden zudem mehrere frische Schäden festgestellt, die wahrscheinlich von der Chaos-Fahrt stammten. Die Polizei sicherte den Fahrzeugschlüssel und ordnete eine Blutprobe an, um den Alkoholwert zu bestätigen und weitere Ermittlungen zu unterstützen.
Rechtliche Konsequenzen und gesundheitliche Risiken
Gegen den Mann wurden Strafverfahren eingeleitet, darunter wegen Trunkenheit im Verkehr, unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Zum Vergleich: Bei Werten über 3,5 Promille besteht Lebensgefahr, und ab 4 Promille drohen schwerwiegende gesundheitliche Folgen wie Atemstillstand, Koma oder sogar Tod.
Dieser Vorfall unterstreicht die Gefahren von Alkohol am Steuer und die Bedeutung von Wachsamkeit im Straßenverkehr. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, bei Verdacht auf betrunkenes Fahren sofort Meldung zu erstatten, um solche Vorfälle zu verhindern.



