Diesel-Diebstähle auf Brandenburger Baustellen nehmen deutlich zu
Die Polizei in Brandenburg ermittelt derzeit in einer Serie von Diesel-Diebstählen, die sich auf Baustellen und Firmengeländen in verschiedenen Regionen des Bundeslandes ereignet haben. In den vergangenen Tagen und Wochen wurden dabei hunderte Liter des wertvollen Treibstoffs entwendet, was zu erheblichen Schäden für die betroffenen Unternehmen führt.
Konkrete Fälle in Rathenow, Baruth und der Uckermark
In Rathenow im Havelland brachen unbekannte Täter auf einer Baustelle gewaltsam den Tankdeckel eines Radladers auf und entwendeten etwa 150 Liter Dieselkraftstoff. Die Polizei wurde umgehend informiert und hat die Ermittlungen aufgenommen. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in Baruth/Mark im Landkreis Teltow-Fläming, wo auf einem Firmengelände Diesel aus einer Baumaschine abgezapft wurde.
Weitere Diebstähle wurden in Spree-Neiße und in der Gemeinde Uckerland in der Uckermark gemeldet. Dort öffneten die Täter auf einem Feld in einem Windpark den Tank eines Baggers und entwendeten rund 250 Liter Diesel. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den Taten um eine organisierte Vorgehensweise handelt.
Hintergrund: Steigende Dieselpreise als mögliches Motiv
Experten vermuten, dass der deutliche Anstieg der Dieselpreise in Folge des Iran-Kriegs ein wesentliches Motiv für die Diebstähle darstellt. Der teure Sprit lockt offenbar kriminelle Banden an, die sich auf Baustellen und abgelegene Firmengelände konzentrieren, wo die Sicherheitsvorkehrungen oft geringer sind.
Die Polizei rät Unternehmen und Bauherren, ihre Fahrzeuge und Maschinen besonders zu sichern und bei verdächtigen Beobachtungen umgehend die Behörden zu informieren. Die Ermittlungen in allen Fällen laufen auf Hochtouren, um die Täter schnellstmöglich zu fassen und weitere Diebstähle zu verhindern.



