Großangelegte DNA-Reihenuntersuchung in Tangermünde nach ungeklärtem Tötungsdelikt gestartet
DNA-Reihenuntersuchung in Tangermünde nach Tötungsdelikt

Großangelegte DNA-Reihenuntersuchung in Tangermünde nach ungeklärtem Tötungsdelikt gestartet

Knapp zwei Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer 61-jährigen Frau hat in Tangermünde im Landkreis Stendal eine umfangreiche DNA-Reihenuntersuchung begonnen. Seit Freitag testet die Polizei freiwillig Männer aus der Region, um das rätselhafte Verbrechen aufzuklären. Die Maßnahme läuft bis Sonntag, wie Polizeisprecherin Juliane Jokmin vor Ort mitteilte.

Hintergrund: Ungeklärtes Tötungsdelikt aus dem Jahr 2024

Hintergrund der Aktion ist der Tod der 61-Jährigen, die im Juni 2024 tot in ihrem Wohnhaus in Tangermünde aufgefunden wurde. Der Täter ist bis heute unbekannt. Am Tatort konnten Ermittler eine DNA-Spur einer männlichen Person sichern, die bisher keiner Person zugeordnet werden konnte. Da diese Spur nicht in der nationalen DNA-Analyse-Datei enthalten war, ordneten die Behörden die Reihenuntersuchung an.

Ablauf und Ziel der DNA-Tests

Die Polizeiinspektion Stendal führt die Untersuchung über drei Tage in Tangermünde durch. Eingeladen sind rund 1.800 Männer im Alter zwischen 17 und 75 Jahren, die sich zur Tatzeit in Tangermünde oder der Umgebung aufgehalten haben. Gegen diese Personen besteht kein konkreter Tatverdacht. Ziel ist es, den Täter im Ausschlussverfahren zu identifizieren.

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Die Proben werden per Abstrich aus der Mundschleimhaut entnommen, anonymisiert untersucht und ausschließlich mit der Tatortspur abgeglichen. Bei einem negativen Ergebnis werden sie umgehend vernichtet und nicht für andere Verfahren gespeichert, betonte die Polizei.

Schwierige Ermittlungen und Motivation der Teilnehmer

Die Ermittlungen gestalteten sich laut Polizeisprecherin Jokmin als besonders schwierig, da die Frau zurückgezogen lebte und nur wenige soziale Kontakte hatte. „Wir hoffen natürlich, dass der Täter unter diesen geladenen Personen ist, aber auch ein negatives Ergebnis ist ein Ergebnis und führt dann wiederum zu weiteren Ermittlungsschritten“, erklärte Jokmin.

Vor Ort zeigten sich die Teilnehmer überwiegend kooperativ und zur Mitwirkung bereit. Viele gaben an, mit ihrer Teilnahme zur Aufklärung der Tat beitragen zu wollen und bezeichneten die Unterstützung der Ermittlungen als selbstverständlich. Ein Teilnehmer kommentierte: „Verbrecher gehören hinter Gitter“, was die hohe Motivation auch ohne persönlichen Bezug zur Getöteten unterstreicht.

Erste Ergebnisse in Wochen erwartet

Mit ersten Ergebnissen ist erst in einigen Wochen zu rechnen. Das Institut für Rechtsmedizin benötigt etwa vier bis sechs Wochen, um alle Proben auszuwerten. Die Polizei betont, dass diese Maßnahme ein wichtiger Schritt ist, um Gerechtigkeit für die Opferfamilie zu schaffen und die Sicherheit in der Region zu stärken.

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