Drama im Ludwigsparkstadion: Polizei ermittelt nach Pyro-Vorfall bei Hansa-Spiel
Das Saisonfinale von Hansa Rostock beim 1. FC Saarbrücken endete mit einem erschütternden Nachspiel. Während der Partie, die die Rostocker mit 3:4 verloren, kam es zu zwei schwerwiegenden Vorfällen. Ein Hansa-Fan stürzte aus bislang ungeklärter Ursache aus dem eigenen Fanblock und fiel rund sieben Meter in die Tiefe. Der Mann erlitt dabei schwerste Kopfverletzungen und wurde umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert. Sein Zustand bleibt laut aktuellen Informationen weiterhin lebensbedrohlich.
Schwerer Sturz aus dem Fanblock
Im Ludwigsparkstadion herrschte sofort Entsetzen, als der Anhänger aus dem Hansa-Block stürzte. Sanitäter und Helfer reagierten unverzüglich und leisteten Erste Hilfe, bevor der Schwerverletzte in eine Klinik gebracht wurde. Die genauen Umstände des Sturzes sind noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um zu klären, wie es zu diesem Unglück kommen konnte.
Pyrotechnik trifft Zuschauerin
Doch damit nicht genug: Ein zweiter Vorfall überschattete das Spiel. Aus dem Gästeblock der Rostocker wurde eine Leuchtspurrakete abgefeuert, die auf die benachbarte Herbert-Binkert-Tribüne der Saarbrücker Fans flog. Dort traf das Geschoss eine 43-jährige Zuschauerin aus dem Raum Saarbrücken. Die Frau erlitt glücklicherweise nur leichte Verletzungen, wie Falk Hasenberg von der Landespolizeidirektion Saarbrücken gegenüber BILD bestätigte. Hasenberg bestätigte zudem die Echtheit eines Handy-Videos, das den Vorfall zeigt. Der Mitschnitt aus dem Stadion war bereits kurz nach dem Spiel in den sozialen Medien verbreitet worden.
Polizei leitet Verfahren ein
Die Polizei Saarbrücken hat umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Bislang konnte noch kein Tatverdächtiger identifiziert werden. „Es wird ein Verfahren wegen Abbrennens von Pyrotechnik und des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung eingeleitet“, so Hasenberg. Die Behörden prüfen derzeit alle verfügbaren Beweismittel, darunter auch das Video, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Vorfälle werfen erneut Fragen zur Sicherheit in Fußballstadien und zum Umgang mit Pyrotechnik auf.



