Polizei ermittelt nach Drogenübergabe an Jugendliche am Schweriner Hauptbahnhof
Nach einem alarmierenden Zeugenhinweis haben Bundes- und Kriminalpolizei umfangreiche Ermittlungen wegen mehrerer Straftaten am Schweriner Hauptbahnhof eingeleitet. Ein 24 Jahre alter Mann aus dem Amt Grabow steht im Verdacht, Drogen an drei Minderjährige an dem Verkehrsknotenpunkt weitergegeben zu haben. Gegen den Tatverdächtigen wird nun intensiv ermittelt, wie die Polizei am Mittwoch offiziell mitteilte.
Zeugenhinweis löst großangelegten Polizeieinsatz aus
Ein aufmerksamer Zeuge hatte sich bereits am Montagabend an die Bundespolizei gewandt, nachdem er auf der Bahnhofstoilette ein rauschgiftähnliches Pulver entdeckt hatte. Dieser Hinweis löste eine sofortige Reaktion der Sicherheitskräfte aus. Mithilfe der Videoüberwachungsanlagen wurden die Beamten auf vier verdächtige Personen aufmerksam, die sich in der Nähe des Bahnhofs aufhielten.
Bei der anschließenden Kontrolle des Quartetts an der Bushaltestelle in Bahnhofsnähe entdeckten die Bundespolizisten bei dem 24-Jährigen Betäubungsmittel. Schnelltests auf Drogenkonsum fielen den offiziellen Angaben zufolge bei allen vier Personen positiv aus – darunter auch bei den drei Jugendlichen im Alter von 15 und 16 Jahren. Alle Beteiligten stammen aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim und sind deutsche Staatsangehörige.
Durchsuchungen bringen weitere Straftaten ans Licht
Noch in derselben Nacht, auf Antrag der Staatsanwaltschaft, durchsuchten die Ermittler die Wohnung des 24-Jährigen im Amt Grabow. Dabei stellte die Polizei nicht nur weitere Drogen, sondern auch verbotene pyrotechnische Gegenstände sicher. Gegen den Mann wird nun wegen des dringenden Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.
Die Ermittlungen weiteten sich jedoch noch weiter aus: Auch bei den beiden Brüdern des Hauptverdächtigen, im Alter von 17 und 21 Jahren, stießen die Einsatzkräfte laut Polizeiangaben auf verbotene Gegenstände. Gegen die beiden jungen Männer laufen nun ebenfalls Ermittlungen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz sowie gegen das Waffengesetz. Die Polizei betont, dass es sich bei allen Tatverdächtigen um deutsche Staatsangehörige handelt.
Der Fall zeigt einmal mehr die Gefahren, die von Drogenhandel und illegalem Waffenbesitz ausgehen – besonders wenn Minderjährige involviert sind. Die Ermittlungen der Bundes- und Kriminalpolizei dauern an, während die Staatsanwaltschaft die gesammelten Beweise auswertet. Die Sicherheitsbehörden appellieren an die Bevölkerung, verdächtige Aktivitäten umgehend zu melden, um solche Straftaten frühzeitig zu verhindern.



