Mexikos gefürchteter Drogenboss El Mencho bei Militäroperation getötet
Der als einer der gefährlichsten Verbrecher der Welt geltende Nemesio Oseguera Cervantes, besser bekannt unter seinem Pseudonym El Mencho, ist laut aktuellen Medienberichten im Alter von 59 Jahren getötet worden. Der Anführer des mächtigen Jalisco Nueva Generación-Kartells (CJNG) starb während einer Spezialoperation der mexikanischen Armee. Die Vereinigten Staaten hatten zuvor ein Kopfgeld von 15 Millionen US-Dollar auf seine Festnahme ausgesetzt.
Massive Gewaltwelle als Reaktion auf den Tod des Kartellchefs
Unmittelbar nach Bekanntwerden des Todes von El Mencho brachen in mehreren mexikanischen Bundesstaaten gewaltsame Ausschreitungen aus. Mitglieder des CJNG reagierten mit einer beispiellosen Eskalation:
- Straßenblockaden durch brennende Busse, Autos und Lastwagen in Jalisco, Michoacán, Aguascalientes, Tamaulipas und Guanajuato
- Brandstiftungen in Apotheken und kleinen Einzelhandelsgeschäften
- Ein Ausbruch aus dem Reclusorio-Vallarta-Gefängnis in Santo Domingo, bei dem zwei Wachleute getötet wurden
- Chaos an den Flughäfen von Puerto Vallarta und Guadalajara, wobei der Flugbetrieb in Puerto Vallarta vorübergehend eingestellt wurde
Pablo Lemus, der Gouverneur des Bundesstaates Jalisco, warnte auf der Plattform X vor den Straßensperren und rief die Bevölkerung zur Vorsicht auf. Die mexikanische Regierung empfahl Bewohnern der betroffenen Gebiete dringend, die Straßen zu meiden, während die US-Regierung ihren Bürgern in den Regionen riet, Schutz zu suchen.
Ein transnationales Verbrechersyndikat mit extrem gewalttätiger Bilanz
Nemesio Oseguera Cervantes, der auch den Spitznamen Der Herr der Hähne trug, hatte das CJNG im Jahr 2011 gegründet und es im mexikanischen Drogenkrieg zum mächtigsten Kartell des Landes aufgebaut. Die Organisation wurde von den USA als ausländische Terrororganisation eingestuft und ist für zahlreiche Verbrechen verantwortlich:
- Ermordung von Polizeibeamten und gezielte Attentate
- Entführung des Sohnes des rivalisierenden Kartellchefs El Chapo vom Sinaloa-Kartell im Jahr 2016
- Internationaler Handel mit Fentanyl, Erpressung, Schleusung von Migranten, Diebstahl von Öl und Mineralien sowie Waffenhandel
Das Kartell operierte als transnationale Organisation mit Verbindungen bis nach China und Australien. Medienberichte spekulieren, dass die Racheaktionen des CJNG nach dem Tod seines Anführers noch weiter eskalieren könnten, was die bereits angespannte Sicherheitslage in Mexiko zusätzlich verschärft.
Chaotische Zustände und die Furcht vor weiteren Vergeltungsschlägen
Die aktuelle Situation in Mexiko wird von lokalen Medien als chaotisch beschrieben, mit weitverbreiteter Furcht vor weiteren Vergeltungsmaßnahmen des Kartells. Soldaten sind im Einsatz, um Straßensperren zu sichern und die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten, doch die Gewaltwelle zeigt die anhaltende Macht und Brutalität des CJNG. Die Ereignisse unterstreichen die tiefgreifenden Herausforderungen, denen sich die mexikanischen Behörden im Kampf gegen die organisierte Kriminalität gegenübersehen.



