Drogenwerbung per QR-Code und Flyer: Suchtbeauftragte warnt vor sinkender Hemmschwelle
Drogenwerbung per QR-Code: Suchtbeauftragte warnt

Drogenwerbung per QR-Code und Flyer: Suchtbeauftragte warnt vor sinkender Hemmschwelle

Die Berliner Landessuchtbeauftragte Heide Mutter äußert sich in einem aktuellen Statement äußerst besorgt über neuartige Werbemethoden für illegale Drogenlieferdienste. Besonders problematisch seien Flyer in privaten Briefkästen und Aufkleber mit QR-Codes im öffentlichen Raum, die den Zugang zu Rauschgift erleichtern.

Normalisierung des Drogenkonsums befürchtet

„Wenn illegale Drogen wie ein Pizza-Lieferdienst beworben werden und der Zugang nur noch einen Klick entfernt ist, sinkt die Hemmschwelle erheblich“, betont Mutter, die alle Angelegenheiten zum Thema Drogen und Sucht in der Hauptstadt koordiniert. Aus suchtpräventiver Sicht stelle dies ein großes Problem dar, da gerade Kinder und Jugendliche im Alltag mit diesen Botschaften konfrontiert würden.

Die Expertin warnt vor einer gefährlichen Entwicklung:

  • Die niedrige Schwelle trage zu einer Normalisierung des Konsums bei
  • Die Risiken würden verharmlost
  • Der Einstieg in den Drogenkonsum werde erleichtert

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Konkrete Werbemethoden in Berlin und anderen Großstädten

In Berlin wurden zuletzt verschiedene Werbeformen dokumentiert:

  1. Visitenkarten mit Kontaktdaten für Drogenbestellungen
  2. Aufkleber mit QR-Codes im öffentlichen Raum
  3. Flyer, die direkt in private Briefkästen geworfen werden

Mit diesen Werbemitteln wird für Lieferdienste geworben, die über WhatsApp-Bestellungen funktionieren. Angeboten werden unter anderem:

  • Kokain
  • Cannabis
  • Verschiedene Aufputschmittel

Auch in anderen deutschen Großstädten wie Hamburg sind ähnliche Werbemethoden bekannt. Die Polizei geht nach eigenen Angaben gegen diese Praktiken vor, betont jedoch, dass eine Eindämmung nicht einfach sei.

Forderung nach verstärkter Prävention und konsequentem Vorgehen

Die Sucht- und Drogenbeauftragte Heide Mutter fordert ein entschlossenes Handeln:

  • Konsequentes Vorgehen der Polizei gegen illegale Drogenwerbung
  • Stärkung der Suchtprävention für junge Menschen
  • Ernstnehmen der aktuellen Entwicklungen

„Wir müssen diese Entwicklungen sehr ernst nehmen“, betont Mutter. Neben repressiven Maßnahmen sei es besonders wichtig, die Aufklärungsarbeit und Präventionsangebote für Jugendliche weiter auszubauen, um der zunehmenden Verfügbarkeit illegaler Drogen entgegenzuwirken.

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