Internationale Fahnder beschlagnahmen Falschgeld im Milliardenwert
Die europäische Polizeibehörde Europol hat in einer groß angelegten internationalen Operation Falschgeld in Höhe von beeindruckenden 1,2 Milliarden Euro sichergestellt. Bei der mehrmonatigen Aktion, die von Juni bis November 2025 andauerte, schlugen Ermittler in insgesamt 18 Ländern gleichzeitig zu und konnten so einen massiven Schlag gegen organisierte Fälscherbanden führen.
Blüten aus China per Post verschickt
Die gefälschten Banknoten und Münzen wurden laut Europol-Berichten überwiegend per Post verschickt. Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass über 90 Prozent der Lieferungen ihren Ursprung in China hatten. Die Fälschungen umfassten nicht nur Euro, sondern auch US-Dollar, britische Pfundnoten und Schweizer Franken, was auf ein international agierendes Netzwerk hindeutet.
Insgesamt konnten die Fahnder während der sechsmonatigen Operation 79 Pakete mit Falschgeld abfangen. Allein rumänische Ermittler stellten mehr als 4,8 Millionen Blüten sicher und hoben zudem ein Lager mit über 223.000 gefälschten Geldscheinen aus, die ebenfalls aus China stammten. In Portugal, Großbritannien und den USA wurden drei Lieferungen mit mehr als 220.000 gefälschten Münzen abgefangen.
Internationale Zusammenarbeit zeigt Erfolge
Die Operation stand unter der Leitung der Polizeidienste in Österreich, Portugal und Spanien und umfasste Behörden aus 18 Ländern, darunter auch Deutschland. Europol betonte die enge Zusammenarbeit mit der Europäischen Zentralbank und den zuständigen Behörden in China, um die Fälschung europäischer Währungen wirksam zu unterbinden.
Inzwischen wurden bereits 70 Ermittlungsverfahren gegen die hinter dem Handel stehenden Fälscherbanden eingeleitet. Ob es bereits Festnahmen gegeben hat, ist derzeit noch nicht öffentlich bekannt. Die Aktion demonstriert die Bedeutung internationaler Koordination bei der Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität.
Die beschlagnahmten Fälschungen sollten laut Europol-Angaben in der Europäischen Union in Umlauf gebracht werden, was erhebliche wirtschaftliche Schäden verursacht hätte. Die erfolgreiche Operation unterstreicht die Notwendigkeit fortgesetzter Wachsamkeit und Zusammenarbeit zwischen nationalen und internationalen Strafverfolgungsbehörden.



