Ex-Polizist aus Aken wegen Sozialbetrugs verurteilt
Ex-Polizist wegen Betrugs verurteilt

Das Landgericht Dessau hat am Montag einen 50-jährigen YouTuber aus Aken wegen gewerbsmäßigen Betruges zu neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Der Mann, ein ehemaliger Polizist, hatte trotz hoher Einnahmen aus seinen Youtube-Videos weiterhin Sozialleistungen bezogen. Auch seine Mutter musste sich vor Gericht verantworten, da die Youtube-Einnahmen auf ihr Konto flossen.

Vorwurf: Sozialbetrug über mehrere Jahre

Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten vor, über einen längeren Zeitraum hinweg Sozialleistungen in beträchtlicher Höhe unrechtmäßig kassiert zu haben. Dabei habe er seine Einkünfte aus dem Youtube-Kanal verschwiegen, um weiterhin Anspruch auf staatliche Unterstützung zu haben. Der Kanal des Ex-Polizisten erzielte nach Angaben der Ermittler monatliche Einnahmen im vierstelligen Bereich.

Rolle der Mutter

Die Mutter des Angeklagten wurde ebenfalls verurteilt, da sie ihr Konto für die Youtube-Einnahmen zur Verfügung stellte. Sie erhielt eine Geldstrafe. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass beide Angeklagten gemeinschaftlich gehandelt hatten, um die Sozialbehörden zu täuschen.

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Urteil: Bewährungsstrafe und Auflagen

Der 50-Jährige wurde zu einer neunmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Zudem muss er die unrechtmäßig bezogenen Sozialleistungen zurückzahlen. Das Gericht berücksichtigte bei der Strafzumessung unter anderem, dass der Angeklagte geständig war und keine Vorstrafen hatte. Die Verteidigung hatte auf eine mildere Strafe gehofft, während die Staatsanwaltschaft eine höhere Strafe gefordert hatte.

Der Fall zeigt, wie Sozialbetrug auch durch digitale Einkünfte begangen werden kann. Die Behörden haben angekündigt, künftig verstärkt auf solche Fälle zu achten.

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