Fall Collien Fernandes: Anzeige in Deutschland, doch Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen mangels Beweisen ein
Es ist eine Geschichte, die in ganz Deutschland für Aufsehen sorgt und kontrovers diskutiert wird: der Fall der Schauspielerin Collien Fernandes und ihres Ex-Mannes Christian Ulmen. Nach jahrelanger Vorzeigebeziehung und anschließender Trennung erhebt Fernandes nun schwere Missbrauchsvorwürfe, die zu einer spannenden Entwicklung geführt haben.
Die Vorwürfe im Detail
Laut Aussagen von Collien Fernandes, bekannt aus ihrer Rolle als Schiffsärztin Jessica Delgado in der ZDF-Serie „Das Traumschiff“, soll Christian Ulmen unter falschen Profilen ihre Identität benutzt haben. In ihrem Namen sollen sexualisierte Chats mit Männern geführt und pornografische sowie täuschend echt wirkende intime Inhalte verbreitet worden sein. Diese Vorwürfe umfassen Identitätsmissbrauch, Beleidigung, Bedrohung und körperliche Gewalt innerhalb der Beziehung.
Anzeige in Berlin und Einstellung in Itzehoe
Im November 2024 erstattete Fernandes bei der Polizei in Berlin Anzeige gegen Unbekannt. Inhalt der Anzeige war, dass ein Unbekannter einen Fake-Account von Fernandes angelegt haben soll. Doch die Staatsanwaltschaft Itzehoe in Schleswig-Holstein stellte die Ermittlungen am 23. Juni 2025 ein. Peter Müller-Rakow, Oberstaatsanwalt und Pressesprecher der Justizbehörde in Itzehoe, erläuterte die Hintergründe: „Itzehoe deshalb, weil die Geschädigte möglicherweise die Tat im Zuständigkeitsbereich der hiesigen Staatsanwaltschaft entdeckt haben könnte.“
Mit anderen Worten: Möglicherweise surfte Fernandes im schleswig-holsteinischen Itzehoe im Internet und wurde dabei auf einen entsprechenden Fake-Account aufmerksam. Da die Geschädigte im Rahmen der staatsanwaltlichen Ermittlungen keine weiteren Hinweise lieferte, packte die Behörde den Fall zu den Akten. Müller-Rakow betonte jedoch, dass dies „nicht in Stein gemeißelt“ sei. Wenn sich durch aktuelle Berichterstattung oder weitere Beweise neue Aspekte ergeben, könnten die Ermittlungen jederzeit wieder aufgenommen werden.
Weitere Entwicklung in Spanien
Ende 2025 erstattete Fernandes dann Anzeige in Spanien, wo das Paar zuletzt gelebt hatte. Das zuständige Gericht hat Vorermittlungen eingeleitet. Ob Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt wird, ist jedoch noch offen. Diese internationale Dimension unterstreicht die Komplexität des Falls, der über Ländergrenzen hinweg Aufmerksamkeit erregt.
Die Geschichte bleibt somit in der Schwebe, mit potenziellen rechtlichen Konsequenzen in mehreren Ländern. Die Öffentlichkeit verfolgt gespannt, ob neue Beweise auftauchen oder die Vorwürfe letztlich im Sande verlaufen.



