Farbduell in Bogenhausen: Bayern- und Löwen-Fans bei Graffiti-Aktion erwischt
Ein Verteilerkasten im vornehmen Münchner Stadtteil Bogenhausen ist zum Schauplatz eines farbenfrohen Wettstreits zwischen Fans des FC Bayern und der Münchner Löwen geworden. Die Polizei hat insgesamt vier junge Männer in flagranti erwischt, wie sie den Kasten in ihren jeweiligen Vereinsfarben besprühten. Der Sachschaden beläuft sich auf einige Hundert Euro.
Die Bayern legen mit Rot-Weiß vor
Am Montagabend gegen 22.10 Uhr erwischte eine zivile Polizeistreife zwei 21-jährige Münchner dabei, wie sie den Verteilerkasten mit roter und weißer Farbe verzierten. Die beiden Männer wurden sofort festgenommen und nach Erstattung der Anzeige sowie Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Eine Polizeisprecherin bestätigte diesen Vorfall am Mittwoch.
Die Löwen kontern mit Blau
Nur eine Nacht später, am Dienstag gegen 23.50 Uhr, fuhr erneut eine Zivilstreife an derselben Stelle vorbei. Dort machten sich zwei 20-jährige Münchner an dem bereits rot-weiß besprühten Kasten zu schaffen und überzogen ihn mit blauer Farbe. Auch diese Löwenfans wurden von den Beamten auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Nach Anzeigenerstattung und Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kamen sie ebenfalls frei.
Polizei beendet das Kräftemessen als Schiedsrichter
Die Polizei beendete das farbliche Duell quasi als unparteiischer Schiedsrichter mit einem symbolischen 2:2-Unentschieden. Gegen alle vier Tatverdächtigen wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt. Vor Ort konnten jeweils Tatmittel sichergestellt werden, wie die Polizei mitteilte. Zuständig für die Ermittlungen ist das Kommissariat 23 des Polizeipräsidiums München.
Solche Graffiti-Auseinandersetzungen zwischen den beiden großen Münchner Fußballvereinen sind in der Stadt kein Einzelfall. An Brücken, Hauswänden, Verkehrsschildern und anderen Flächen verewigen sich Fans regelmäßig in ihren Vereinsfarben. Dieser Vorfall in Bogenhausen zeigt jedoch, wie schnell solche Aktionen in Sachbeschädigung und polizeiliche Maßnahmen münden können.



