Femizid in Düsseldorf: Lebensgefährte soll Frau mit stumpfer Gewalt getötet haben
In der Nacht zu Sonntag, gegen 3.08 Uhr, wählte ein 60-jähriger Mann in Düsseldorf den Notruf und alarmierte die Feuerwehr wegen seiner Lebensgefährtin. Als die Rettungskräfte in der Dabringhauser Straße im Stadtteil Wersten eintrafen, konnten sie nur noch den Tod der 52-jährigen Olena K. feststellen. Die Umstände waren unklar, weshalb sofort die Polizei hinzugezogen wurde.
Tatverdächtiger nach Obduktion festgenommen
Die tote Frau wies deutliche Gewaltspuren auf, darunter Hämatome und Verletzungen durch stumpfe Einwirkung. Da es vor dem Vorfall angeblich einen Streit gegeben haben soll und der Lebensgefährte Oleg S. unter Alkoholeinfluss stand, wurde er vorläufig festgenommen. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen, während die Leiche zur Obduktion gebracht wurde.
Laut Staatsanwalt Murat Ayilmaz ergab das vorläufige Obduktionsergebnis, dass es sich eindeutig um ein Tötungsdelikt handelt. Die Frau sei durch stumpfe Gewalteinwirkung, auch gegen den Kopf, ums Leben gekommen. Aufgrund dieser Erkenntnisse soll Oleg S. am Montag wegen dringenden Tatverdachts dem Haftrichter vorgeführt werden.
Keine Vorgeschichte von häuslicher Gewalt bekannt
Nach Angaben von Nachbarn lebte Oleg S. bereits seit etwa 20 Jahren in der Souterrainwohnung, während Olena K. erst später zu ihm zog. Die beiden hätten stets freundlich gegrüßt, aber keinen näheren Kontakt zu anderen Bewohnern gepflegt. Die Mordkommission ermittelt intensiv und wertet derzeit gesicherte Spuren aus der Wohnung aus.
Bisherigen Erkenntnissen zufolge gab es vor diesem Verbrechen weder Anzeigen noch Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt bei dem Paar. Die Ermittler arbeiten daran, die genauen Hintergründe und den Tathergang aufzuklären. Der Tatort wurde nach Abschluss der Spurensicherung von der Polizei versiegelt.
Die tragischen Ereignisse werfen erneut ein Schlaglicht auf das Thema Femizide und häusliche Gewalt in Deutschland. Die Behörden betonen die Wichtigkeit von Präventionsmaßnahmen und sensibilisierter Aufmerksamkeit im sozialen Umfeld.



