Fire TV-Sticks: Streit um Support-Ende bringt Amazon vor Gericht
Fire TV-Sticks: Amazon wegen Support-Ende verklagt

Amazon steht in den USA vor Gericht. Grund ist der Umgang mit älteren Fire TV-Sticks. Ein Kunde wirft dem Unternehmen vor, Geräte gezielt unbrauchbar gemacht zu haben. Hintergrund ist, dass Amazon den Software-Support für die erste Generation aus dem Jahr 2014 und die zweite Generation von 2016 bereits vor einiger Zeit beendet hat. Während neue Modelle längst auf dem Markt sind, sorgt dieser Schritt nun für juristischen Ärger.

Fire TV-Sticks: Beliebte Streaming-Geräte mit begrenzter Lebensdauer

Fire TV-Sticks gehören zu den günstigsten Streaming-Geräten und sind entsprechend weitverbreitet. Mit der Zeit stoßen ältere Modelle jedoch technisch an ihre Grenzen, da sich Bildqualität und Bedienoberflächen stetig weiterentwickeln. Amazon stellte deshalb im Dezember 2022 den Support für das erste Modell ein und im März 2023 auch für den Nachfolger. Für viele Nutzer kam das Aus überraschend. In den USA hat ein Kunde daher Klage eingereicht, weil er diesen Schritt für unzulässig hält.

Vorwurf: Geräte absichtlich ausgebremst

Wie die Website „Android Police“ berichtet, wirft der Kläger Amazon vor, bewusst auf sogenannte geplante Obsoleszenz zu setzen. Ziel sei es gewesen, Kunden zum Kauf neuer Geräte zu bewegen. In der Klage ist zudem von „Bricking“ die Rede. Damit ist gemeint, dass Geräte nach dem Support-Ende nur noch eingeschränkt funktionieren. Nutzer berichten von Ausfällen, ruckelnden Streams und langen Ladezeiten. Die Klage ist als Sammelklage angelegt, weitere Betroffene können sich anschließen. Ob die Vorwürfe vor Gericht Bestand haben, ist derzeit offen.

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Fehlende Infos sorgen für Kritik

Ein möglicher Schwachpunkt für Amazon ist die Kommunikation. Beim Verkauf der ersten Geräte wurde offenbar nicht klar angegeben, wie lange diese Software-Updates erhalten würden. Erst 2021 begann der Konzern, Zeitpläne für den Support seiner Produkte zu veröffentlichen. Zu den aktuellen Vorwürfen hat sich Amazon bislang nicht geäußert.

Die Sammelklage könnte weitreichende Folgen haben. Sollte das Gericht Amazon zur Verantwortung ziehen, könnte dies die Branche dazu zwingen, transparenter über die Lebensdauer ihrer Produkte zu informieren. Verbraucher fordern zudem, dass Hersteller länger Software-Updates bereitstellen, um die Nutzungsdauer zu verlängern und Elektroschrott zu vermeiden. Der Fall zeigt, wie wichtig klare Kommunikation und nachhaltige Produktpolitik für das Vertrauen der Kunden sind.

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