Flüchtiger Angeklagter nach Klinik-Flucht wieder in Polizeigewahrsam
Ein 33-jähriger Mann, der unter anderem wegen Vergewaltigung angeklagt ist, entkam Ende Januar aus der Uniklinik in Magdeburg. Jetzt hat die Polizei ihn wieder gefasst. Der Angeklagte sitzt erneut in Gewahrsam und muss medizinisch versorgt werden. Ab Mitte März steht er vor dem Landgericht Stendal. Die Vorwürfe umfassen Vergewaltigung, gefährliche Körperverletzung und Bedrohung.
Die Vorgeschichte des Falls
Im vergangenen August rückte die Polizei wegen eines Streits in der Bahnhofsunterführung in Burg aus. Als die Beamten den Tatverdächtigen stellten, eskalierte die Situation. Der Mann wurde schwer verletzt. Bei der Festnahme attackierte er die Polizisten mit einem Messer und Pfefferspray. Vier Beamte erlitten dabei leichte Verletzungen. Einer der Polizisten zog die Waffe und schoss, wobei unter anderem ein Lungenflügel des Angreifers verletzt wurde.
Flucht aus der Klinik und erneute Festnahme
Nach der Operation sollte der Angeklagte vor seinem Prozess in eine Reha-Klinik nach Bad Gottleuba in Sachsen verlegt werden. Das Landgericht Stendal teilte mit, dass der Haftbefehl aufgrund seines Gesundheitszustandes ausgesetzt wurde. Doch der Tatverdächtige nutzte diese Gelegenheit und flüchtete aus der Magdeburger Klinik. Nun ist der Mann erneut in Polizeigewahrsam. Ein Sprecher des Gerichts bestätigte die Festnahme. Der Prozess gegen den Angeklagten beginnt Mitte März.



