Wilde Verfolgungsjagd in Berlin endet mit schwerem Unfall und drei Verletzten
Bei einer spektakulären Flucht vor der Polizei hat ein Autofahrer in Berlin einen schweren Verkehrsunfall mit drei Verletzten verursacht. Die Verfolgungsfahrt begann in Neukölln und endete schließlich in Tempelhof, wo der 23-jährige Fahrer zuletzt versuchte, zu Fuß zu entkommen. Polizeibeamte konnten den Mann jedoch festnehmen, wie die Behörden mitteilten.
Verkehrskontrolle eskaliert zu waghalsiger Flucht
Am Mittwochmittag fiel der 23-Jährige Polizisten in der Rollbergstraße in Neukölln auf, weil er verbotenerweise links abgebogen war. Als die Beamten ihn kontrollieren wollten, gab er plötzlich Gas und setzte sich ab. Auf seiner Flucht beging der Mann laut Polizeiangaben zahlreiche weitere Verkehrsdelikte, was die Verfolgungsjagd zusätzlich gefährlich machte.
Schwerer Unfall am Tempelhofer Damm
Die wilde Flucht fand ihr jähes Ende am Tempelhofer Damm, wo es zu einem folgenschweren Unfall kam. Der Flüchtende raste über eine Mittelinsel in den Gegenverkehr und krachte dabei in drei Autos. Bei dem Zusammenstoß wurden zwei Autofahrerinnen im Alter von 30 und 35 Jahren sowie ein 70-jähriger Mann verletzt. Alle drei mussten zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden, wobei die ältere Frau zunächst dort bleiben musste.
Ermittlungen wegen zahlreicher Vorwürfe
Überprüfungen nach der Festnahme ergaben, dass der 23-Jährige keine gültige Fahrerlaubnis besaß und die beiden unterschiedlichen Kennzeichen an seinem Fahrzeug nicht zu diesem gehörten. Der Mann ist inzwischen wieder auf freiem Fuß, gegen ihn wird jedoch wegen zahlreicher Vorwürfe ermittelt. Die Ermittlungsbehörden prüfen unter anderem:
- Verbotenes Kraftfahrzeugrennen
- Mehrfache Straßenverkehrsgefährdungen
- Fahren ohne Fahrerlaubnis
- Fahrlässige Körperverletzung
- Urkundenfälschung
Die Polizei betont, dass solche waghalsigen Fluchtversuche nicht nur den Flüchtenden selbst, sondern auch unbeteiligte Verkehrsteilnehmer in große Gefahr bringen. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an.



