Am Landgericht Halle wurde der Prozess wegen schweren räuberischen Diebstahls im Weida-Land fortgesetzt. Am dritten Prozesstag kamen neue Details ans Licht. Ein Zeuge berichtete vom Fund der gestohlenen Gerste auf seinem Weizenfeld und schilderte, welche Vermutungen sich ihm sofort aufdrängten. Zudem offenbarten Fotos auf dem Handy des Angeklagten weitere belastende Hinweise.
Zeuge entdeckt Gerste auf seinem Feld
Der Zeuge, ein Landwirt aus der Region, gab an, dass er eines Morgens auf seinem Weizenfeld eine große Menge Gerste entdeckte, die dort offensichtlich illegal abgeladen worden war. „Das kam mir sofort verdächtig vor“, sagte er vor Gericht. „Ich habe die Polizei gerufen, weil ich wusste, dass in der Gegend Gerste gestohlen wurde.“ Die Beamten sicherten Spuren und konnten die Herkunft der Gerste später zweifelsfrei nachweisen.
Handyfotos belasten Angeklagten
Die Staatsanwaltschaft präsentierte zudem Fotos, die auf dem Handy des 39-jährigen Angeklagten gefunden wurden. Sie zeigen offenbar die gestohlene Gerste sowie weitere landwirtschaftliche Geräte. „Die Bilder belegen, dass der Angeklagte in den Diebstahl verwickelt war“, erklärte der Staatsanwalt. Die Verteidigung kündigte an, die Echtheit der Fotos zu prüfen.
Beweisaufnahme abgeschlossen
Mit dem dritten Prozesstag wurde die Beweisaufnahme abgeschlossen. Die Richterin erklärte: „Damit ist unsere Beweisaufnahme geschlossen.“ Nun müssen die Plädoyers folgen, bevor das Urteil verkündet wird. Der Angeklagte schweigt weiterhin zu den Vorwürfen.
Der Fall hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt, als unbekannte Täter fünf Tonnen Gerste von einem Feld im Weida-Land stahlen. Der Schaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt. Der Prozess wird am Landgericht Halle fortgesetzt.



