Berlin startet ein innovatives Pilotprojekt, um das Engagement für den Gewässerschutz zu belohnen. Vom 14. Mai bis zum 14. Juni 2026 können Touristen und Berliner, die an einer Aktion zum Schutz der Berliner Gewässer teilnehmen, mit Freitickets und besonderen Vergünstigungen rechnen. Das Projekt trägt den Namen „Berlin Pay“ und wird von 40 Unternehmen unterstützt.
Wie funktioniert Berlin Pay?
Das Strandbad Plötzensee beispielsweise bietet Menschen, die vor Ort Pflanzen gießen oder mobilitätseingeschränkten Personen am See helfen, ein Freiticket für den nächsten Besuch an. Im Hotel Oderberger in Prenzlauer Berg werden Freiwillige zu einem kostenlosen Nachtschwimmen im hauseigenen Pool eingeladen, sofern sie zuvor an einer geführten Tour über das richtige Verhalten am Wasser teilnehmen. Interessierte müssen sich für die Aktionen vorher anmelden. Eine vollständige Übersicht über alle Projekte ist auf der Website der Tourismus-Gesellschaft Visit Berlin zu finden, die das Projekt koordiniert. Finanzielle Unterstützung erhält das Projekt von der Wirtschaftsverwaltung.
Giffey: „Wir wollen nicht die BSR ersetzen“
Das Ziel des Projekts ist es, verantwortungsvolles Verhalten zu belohnen. Es gehe darum, Menschen zu mehr Teilhabe, Sauberkeit und Engagement für ihre Stadt zu bewegen, erklärte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) bei der Vorstellung des Projekts. „Sowohl die Berlinerinnen und Berliner als auch die Gäste der Stadt“ sollen angesprochen werden. Gleichzeitig betonte Giffey, dass eine einmonatige Beteiligung von Bürgern und Touristen nicht ausreiche, um Berlin in eine saubere Stadt zu verwandeln. „Wir wollen nicht die BSR ersetzen“, stellte sie klar.
Ausblick und weitere Angebote
Wenn das Projekt gut ankommt, planen die Organisatoren, es den Sommer über fortzuführen und im Idealfall dauerhaft anzubieten. Parallel zu Berlin Pay geht zudem eine Online-Karte von Berlin an den Start, die eine Übersicht über schöne Orte am Wasser bietet. Dazu gehören Badestellen, Restaurants und Bootsverleihe. Das Projekt orientiert sich an Vorbildern wie Kopenhagen und soll dazu beitragen, das Bewusstsein für den Schutz der Berliner Gewässer zu stärken.



