Großbrand in Kehler Disco: Hunderte retten sich vor Flammen - Erinnerungen an Crans-Montana
Großbrand in Kehler Disco: Hunderte retten sich vor Flammen

Großbrand in Kehler Disco: Hunderte retten sich vor Flammen

In den frühen Morgenstunden brach in einer Großraum-Disco in Kehl, unweit der französischen Grenze, ein verheerendes Feuer aus. Hunderte Gäste konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, während sich die Flammen durch den beliebten Club fraßen und in den Nachthimmel schlugen. Die Bilder und Aussagen wecken Erinnerungen an das Silvester-Inferno von Crans-Montana, wo 41 Menschen ums Leben kamen.

Evakuierung verlief geordnet und schnell

Laut Polizei und Feuerwehr wurden alle Gäste rechtzeitig evakuiert. „Als die Feuerwehr eintraf, stand die Disco schon im Vollbrand, aber es waren alle Gäste draußen und in Sicherheit“, sagte Annette Lipowsky von der Stadtverwaltung Kehl. Sie lobte die Betreiber: „Die haben das echt gut gemacht.“ Betroffene berichteten von mehreren Durchsagen auf Deutsch, Französisch und Englisch, die zur Evakuierung aufforderten. „Es herrschte keine Panik, das Personal leitete alle sicher nach draußen“, sagten Zeugen.

Nur leichte Verletzungen gemeldet

Entgegen ersten Berichten über schwerere Verletzungen wurden lediglich drei Menschen vom Rettungsdienst behandelt. Sie blieben unverletzt, waren aber gestresst und mussten nicht ins Krankenhaus gebracht werden, erklärte eine Polizeisprecherin. Ein Mädchen hatte der Zeitung „Dernières Nouvelles d'Alsace“ berichtet, sie habe mehrere Mädchen gesehen, deren Haare in Flammen standen – diese Angaben decken sich jedoch nicht mit den offiziellen Meldungen.

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Club vollständig zerstört – Brandursache unklar

Der einst beliebte Club, der Platz für bis zu 1.500 Gäste bot und besonders bei jungen Franzosen aus dem nahen Straßburg beliebt war, dürfte nach dem stundenlangen Brand vollkommen zerstört sein. Am Morgen nach dem Großbrand lag die Disco in Trümmern, dichte Rauchschwaden drangen hervor. Ein Bagger riss Wände ein, um der Feuerwehr Zugang zu Glutnestern zu verschaffen. Erst danach können Brandermittler der Kripo das Gebäude betreten.

Mindestens 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren im Einsatz. Angrenzende Gebäude wurden laut Polizei nicht beschädigt. Die Brandursache ist noch völlig unklar, Zeugen wurden befragt. Zur Schadenshöhe liegen noch keine Angaben vor.

Erinnerungen an Crans-Montana werden wach

Das Feuer weckt schmerzhafte Erinnerungen an die Brand-Katastrophe von Crans-Montana in der Schweiz. Dort kamen zum Jahreswechsel 41 Menschen ums Leben, nachdem funkensprühende Partyfontänen Schaumstoff an der Decke in Brand gesetzt hatten. Die Ereignisse in Kehl zeigen erneut die Gefahren in großen Veranstaltungsorten, auch wenn hier dank einer schnellen Evakuierung Schlimmeres verhindert werden konnte.

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