Bundespolizei vollstreckt Haftbefehl auf Kreuzfahrtschiff AIDAmar in Warnemünde
Ein unerwartetes Ende einer Kreuzfahrt erlebte ein 46-jähriger Deutscher, als die Bundespolizei Rostock am Mittwochmorgen im Warnemünder Cruise Center einen Haftbefehl gegen ihn vollstreckte. Die Festnahme erfolgte an Bord des Kreuzfahrtschiffes AIDAmar, das zuvor aus Kopenhagen in den Ostseehafen eingelaufen war.
Einsatz im Rahmen der Amtshilfe
Laut Polizeisprecher Sascha Alexas handelte es sich bei dem Einsatz um eine Amtshilfeaktion. Der Passagier wurde noch auf dem Schiff festgenommen, nachdem das Amtsgericht Schweinfurt in Bayern einen Untersuchungshaftbefehl erlassen hatte. Der dringende Tatverdacht umfasst mehrere schwerwiegende Delikte.
Der Mann wird beschuldigt, Beihilfe zum bandenmäßigen Anbau, Herstellen und Handeltreiben von Cannabis in nicht geringer Menge geleistet zu haben. Zusätzlich wird ihm die Entziehung elektrischer Energie sowie Beihilfe zum bandenmäßigen Handeltreiben mit Marihuana in nicht geringer Menge vorgeworfen.
Rechtliche Folgen und weitere Schritte
Nach der Festnahme brachten die Beamten den 46-Jährigen umgehend zum Haftrichter am Amtsgericht Rostock. Dieser bestätigte die Untersuchungshaft, wie die Bundespolizei in einer offiziellen Mitteilung bekannt gab. Noch am selben Vormittag wurde der Mann in eine Justizvollzugsanstalt überführt.
Die AIDAmar hatte ihre Reise in Kopenhagen begonnen und war planmäßig in Warnemünde angelegt. Für die übrigen Passagiere verlief der Aufenthalt im Hafen ohne weitere Zwischenfälle. Die Bundespolizei betonte, dass es sich bei der Aktion um eine gezielte Maßnahme handelte, die reibungslos und ohne Beeinträchtigung des Schiffsbetriebs ablief.
Dieser Vorfall unterstreicht die enge Zusammenarbeit zwischen Gerichten und Polizeibehörden über Landesgrenzen hinweg. Die Bundespolizei Rostock zeigt mit solchen Einsätzen ihre Bereitschaft, Haftbefehle auch in ungewöhnlichen Situationen, wie auf Kreuzfahrtschiffen, konsequent umzusetzen.



