Weitere Festnahme im Zusammenhang mit Hamas-Waffenschmuggel
An einem Flughafen in Zypern ist ein weiterer Verdächtiger wegen mutmaßlichem Waffenschmuggel für die Terrororganisation Hamas gefasst worden. Laut Ermittlern waren Anschläge auf jüdische Einrichtungen in Deutschland geplant. Die Bundesanwaltschaft teilte mit, dass der Mann am Freitag bei seiner Einreise aus dem Libanon nach Zypern aufgrund eines Europäischen Haftbefehls von Grenzbeamten festgenommen wurde.
Details zu den Vorwürfen und Ermittlungen
Dem Verdächtigen wird die Mitgliedschaft in der ausländischen terroristischen Vereinigung Hamas vorgeworfen. Er soll im August 2025 die Übergabe von 300 Schuss scharfer Munition veranlasst haben. Diese Munition wurde den Ermittlungen zufolge über den bereits im Januar festgenommenen Mohammad S. an weitere Komplizen weitergereicht. Die Operation diente der Vorbereitung tödlicher Anschläge der Hamas auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa, so die Bundesanwaltschaft.
Seit der israelischen Großoffensive im Gazastreifen, die durch die Angriffe der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst wurde, haben die Angriffe auf Jüdinnen und Juden sowie auf jüdische Ziele weltweit zugenommen. Dies unterstreicht die Dringlichkeit der Ermittlungen.
Weitere Schritte und Hintergründe
Am Sonntag durchsuchten Beamte des Bundeskriminalamts zudem die Wohnung des Beschuldigten in Berlin. Der Mann soll nun nach Deutschland überstellt und in Karlsruhe dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet. Dieser Prozess kann jedoch mehrere Wochen oder sogar Monate in Anspruch nehmen.
Die Festnahme steht im Zusammenhang mit einer Reihe von Ermittlungsverfahren gegen mutmaßliche Hamas-Mitglieder. Seit Oktober 2025 hat die Bundesanwaltschaft bereits mehrere Verdächtige im Zusammenhang mit mutmaßlicher Waffenbeschaffung für die Hamas festnehmen lassen. Die Waffen sollten nach Einschätzung der Ermittler für Mordanschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa dienen. Im Januar war zuletzt ein Verdächtiger am Berliner Flughafen bei seiner Einreise aus Beirut festgenommen worden.
Diese Entwicklungen zeigen die anhaltenden Bemühungen der Strafverfolgungsbehörden, terroristische Netzwerke zu zerschlagen und die Sicherheit in Deutschland und Europa zu gewährleisten. Die internationale Zusammenarbeit, wie in diesem Fall mit Zypern, spielt dabei eine entscheidende Rolle.



