In der Nacht zu Dienstag eskalierte in München ein Streit um Handyfotos, der zu einem Großeinsatz der Polizei führte. Ein 20-jähriger Münchner wurde von mehreren Personen bedroht, geschlagen und getreten. Der Vorfall ereignete sich kurz vor Mitternacht im Bereich der Siegenburger Straße, unweit des Westparks.
Opfer alarmiert Polizei
Der 20-Jährige verständigte den Polizeinotruf und berichtete, dass er von einer Gruppe attackiert worden sei. Daraufhin wurden über 15 Streifenwagen, darunter auch Kräfte einer Einsatzhundertschaft, zum Tatort entsandt. Das Opfer gab an, dass die Täter nach dem Überfall mit einem BMW geflohen seien. Das Kennzeichen hatte er sich gemerkt.
Zivilstreife stoppt Fluchtfahrzeug
Eine Zivilstreife der Polizeiinspektion 23 (Giesing) entdeckte den verdächtigen Wagen wenig später im Bereich der Chiemgaustraße und stoppte ihn. Im Fahrzeug befanden sich ein 21-jähriger Mann aus München sowie zwei Frauen im Alter von 18 und 19 Jahren aus dem Landkreis Rosenheim. Das Trio wurde festgenommen und zur PI 23 gebracht.
Hintergrund der Tat
Bei den Vernehmungen stellte sich heraus, dass sich Opfer und Täter kannten. Der 20-Jährige hatte offenbar eine Beziehung zu einer der beiden Frauen. Alle vier hatten sich am Montagabend in der Nähe des Westparks verabredet, um strittige Punkte aus der Vergangenheit zu klären. Dabei ging es auch um Fotos der Frau auf dem Handy des 20-Jährigen. Die Auseinandersetzung eskalierte, woraufhin der 21-Jährige und die beiden Frauen den Münchner angriffen.
Gegen die drei Tatverdächtigen wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben.



