Ein schwerer Herzfehler hatte Marcus jahrelang vom Sport ferngehalten. Heute arbeitet er wieder auf der Baustelle und lebt mit Frau und Kindern fast ohne Einschränkung. Sein Herzschlag ist Medizingeschichte: Er trägt als erster Mensch eine Herzklappenprothese aus eigenem Gewebe.
Wie die lebendige Klappe im Körper geformt wird
Die Mini-Prothese wird aus körpereigenem Gewebe des Patienten hergestellt. Ärzte entnehmen eine kleine Menge Gewebe, das dann im Labor zu einer Herzklappe geformt wird. Diese wird anschließend dem Patienten eingesetzt. Da es sich um eigenes Gewebe handelt, besteht keine Abstoßungsgefahr, und die Klappe kann mitwachsen – ein entscheidender Vorteil besonders für Kinder.
Marcus' Entscheidung für die Studie
Marcus war sich der Risiken bewusst, entschied sich aber bewusst für die Studienteilnahme. „Ich wollte wieder ein normales Leben führen“, sagt er. Die Operation verlief erfolgreich, und bereits vier Wochen später konnte er wieder auf der Baustelle arbeiten.
Hoffnung für Millionen Patienten
Das Verfahren könnte die Behandlung von Herzklappenfehlern revolutionieren. Bislang müssen künstliche Herzklappen oft nach Jahren ausgetauscht werden, besonders bei Kindern, da sie nicht mitwachsen. Die neue Methode verspricht eine dauerhafte Lösung. Weltweit leiden Millionen Menschen an Herzklappenfehlern – für sie könnte die Eigengewebe-Klappe eine neue Perspektive bieten.
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