Spektakulärer Bargeldfund in Moskau: Jugendliche entdecken 88.000 Dollar
In der russischen Hauptstadt Moskau haben zwei Jugendliche einen außergewöhnlichen Fund gemacht: Eine Damenhandtasche mit 88.000 US-Dollar Bargeld, was umgerechnet etwa 75.862 Euro entspricht. Der Vorfall ereignete sich vor einem Hochhaus im Stadtbezirk Meschanski und entwickelte sich zu einem kuriosen Kriminalfall mit unerwarteten Wendungen.
Streit zwischen Mutter und Tochter führt zu spektakulärem Fensterwurf
Wie die Ermittlungen der Polizei ergaben, hatte ein sieben Jahre altes Mädchen die Handtasche seiner Mutter aus dem Fenster der Wohnung geworfen. Grund dafür war ein heftiger Streit zwischen Mutter und Tochter, bei dem das Kind alles ergriff, was ihm in die Hände fiel, und aus dem Fenster warf. Ein Polizist erklärte gegenüber der russischen Boulevardzeitung Komsomolskaja Prawda, dass die emotionale Auseinandersetzung zu diesem ungewöhnlichen Vorfall führte.
Jugendliche teilen Geld auf und verbrennen 5.000 Dollar
Die beiden Jungen, die die Tasche fanden, reagierten auf unterschiedliche Weise auf ihren unerwarteten Reichtum. Laut Polizeiangaben teilten sie einen Teil des Geldes unter sich auf und verbrannten etwa 5.000 Dollar. Die Jugendlichen hatten zunächst überlegt, das Geld zu verstecken und später bei einer Bank in russische Rubel umzutauschen. Ein Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörde berichtete jedoch, dass ihnen schnell klar wurde, dass sie als Minderjährige das Geld nicht selbst umtauschen konnten.
Einer der Jungen erzählte schließlich seinen Eltern von dem außergewöhnlichen Fund. Diese meldeten sich umgehend bei der Polizei, wo die besorgte Mutter bereits den Verlust ihrer Tasche angezeigt hatte. Die russische staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete, dass nach Klärung aller Umstände 83.000 Dollar an die rechtmäßige Eigentümerin zurückgegeben werden sollen.
Rechtliche Konsequenzen und ungeklärte Fragen
Die Boulevardzeitung Komsomolskaja Prawda wies darauf hin, dass die Eltern der Jugendlichen möglicherweise verpflichtet werden könnten, das fehlende Geld zu ersetzen. Der Anwalt Andrej Mischonow erklärte, dass solche Funde in Russland immer bei der Polizei gemeldet und dem Eigentümer zurückgegeben werden müssten. Andernfalls könne es sich um eine Straftat handeln, für die bis zu zehn Jahre Straflager drohen.
Interessanterweise blieb ungeklärt, warum die Frau aus dem Moskauer Stadtbezirk Meschanski eine so große Summe Bargeld in fremder Währung bei sich führte. Die Zeitung rechnete vor, dass man für 88.000 Dollar – umgerechnet 7,1 Millionen Rubel – im Moskauer Gebiet bereits eine kleine Wohnung kaufen könnte. Dieser ungewöhnliche Vorfall zeigt einmal mehr, dass selbst in einer Metropole wie Moskau überraschende Funde möglich sind, die jedoch rechtliche Verpflichtungen mit sich bringen.



