Schulmassaker in Kanada: 18-Jährige tötet neun Menschen inklusive Mutter und Bruder
Kanada: 18-Jährige tötet neun Menschen bei Schulmassaker

Schulmassaker in Kanada: 18-Jährige tötet neun Menschen inklusive Mutter und Bruder

Eine schockierende Gewalttat erschüttert die sonst ruhige Gemeinde Tumbler Ridge in der kanadischen Provinz British Columbia. Bei einem tödlichen Angriff an einer weiterführenden Schule kamen insgesamt neun Menschen ums Leben, darunter sechs Personen in der Bildungseinrichtung selbst.

Ermittlungen konzentrieren sich auf Motiv und Waffenherkunft

Die Polizei von British Columbia bestätigte, dass die mutmaßliche Täterin eine 18-jährige Frau aus Tumbler Ridge ist. Laut Ermittlern tötete sie zunächst ihre Mutter und ihren Stiefbruder in einem Wohnhaus, bevor sie sich zur Schule begab und dort sechs weitere Menschen erschoss. Anschließend nahm sie sich selbst das Leben.

Die Opfer in der Schule umfassen:

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  • Eine Lehrkraft
  • Drei Schülerinnen
  • Zwei Schüler

Die Polizei fand die Leichen unter anderem im Treppenhaus und in der Bibliothek der Schule. Etwa zwei Dutzend weitere Personen wurden verletzt, mindestens zwei von ihnen befinden sich weiterhin in kritischem Zustand. Einige Verletzungen entstanden, als Menschen versuchten, sich zu verbarrikadieren und in Sicherheit zu bringen.

Waffenherkunft und psychische Probleme im Fokus

Die Tatverdächtige verwendete laut Behördenangaben mehrere Schusswaffen, obwohl keine Waffen auf sie registriert waren. Ein Ermittler erklärte, dass Einsatzkräfte in den vergangenen Jahren mehrfach an ihrer Wohnadresse im Einsatz gewesen seien und dabei auch Waffen sichergestellt hätten.

Der Beamte sprach zudem von „psychischen Gesundheitsproblemen“ der mutmaßlichen Täterin, ohne weitere Details zu nennen. Das genaue Motiv der Tat bleibt weiterhin unklar, wobei die Beziehung zwischen der Täterin und den Opfern Teil der laufenden Ermittlungen ist.

Tödlichster Vorfall seit 1989

Kanadische Medien berichten, dass es sich um den tödlichsten Vorfall dieser Art an einer Ausbildungsstätte in Kanada seit 1989 handelt. Damals erschoss ein 25-Jähriger an einer Fachhochschule in Montreal 14 Studentinnen, bevor er Suizid beging.

Im Vergleich zu den USA kommt Schusswaffengewalt in Kanada deutlich seltener vor, was Experten auf die strengeren kanadischen Waffengesetze zurückführen. Dennoch hat dieser Vorfall weltweit große Anteilnahme ausgelöst und die kleine Gemeinde Tumbler Ridge sowie das gesamte Land in Schock versetzt.

Die Polizei betonte, dass sie bei der Bekanntgabe von Informationen besonders sensibel gegenüber den Hinterbliebenen handelt, die in dieser tragischen Situation jemanden verloren haben. Die Ermittlungen befinden sich noch in einer frühen Phase, und die Behörden bitten um Geduld bei der Aufklärung dieses verheerenden Vorfalls.

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