In Berlin-Neukölln hat sich am Dienstagnachmittag ein dramatischer Rettungseinsatz ereignet: Ein Kind stürzte auf dem Gelände einer Grundschule in einen vier Meter tiefen Betonschacht. Die Feuerwehr wurde um 15.23 Uhr alarmiert und rückte mit 20 Einsatzkräften zur Unglücksstelle an der Fontanestraße Ecke Columbiadamm aus.
Kind war ansprechbar und wurde schnell befreit
Nach Angaben eines Sprechers der Berliner Feuerwehr war der Junge während des gesamten Einsatzes wach und ansprechbar. „Es war die ganze Zeit wach und ansprechbar“, so der Sprecher. Mithilfe einer Steckleiter gelang es den Rettern, das Kind rasch aus dem Betonschacht zu befreien. Der Rettungsdienst untersuchte den kleinen Unfallopfer vor Ort. Nach ersten Erkenntnissen erlitt es nur leichte Verletzungen. Dennoch wurde das Kind vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Ein ebenfalls alarmierter Rettungshubschrauber konnte seinen Einsatz abbrechen und wieder abrücken.
Ermittlungen zur Unglücksursache laufen
Wie es zu dem Sturz kommen konnte, ist bislang unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Das Gelände, auf dem sich der Unfall ereignete, ist eine Liegenschaft des Bezirksamts Neukölln. Es handelt sich um eine Außenstelle für die Ganztagsbetreuung von Grundschülern, die direkt an die Hasenheide grenzt. Besonders brisant: Auf dem Areal, das Kindern zum Spielen dient, stand ein offener, vier Meter tiefer Betonschacht. Die Ermittler müssen nun klären, warum der Schacht nicht gesichert war, wer dafür verantwortlich zeichnet und wo sich die Aufsichtspersonen zum Zeitpunkt des Unglücks befanden.
Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit auf Schulgeländen auf. Offenbar wurden Gefahrenbereiche nicht ordnungsgemäß abgesichert. Die Polizei untersucht, ob möglicherweise Fahrlässigkeit im Spiel war. Das Bezirksamt Neukölln war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.



