Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany zeigte sich nach der 4:5-Niederlage im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain zuversichtlich, dass seine Mannschaft im Rückspiel den Finaleinzug schaffen kann. „Wir wissen, dass das nächste Spiel zu Hause ist und wir gewinnen müssen“, sagte der Belgier bei Prime. „Das gelingt uns in Heimspielen sehr oft.“
Kompany musste auf die Tribüne
Für Kompany war es eine besondere Partie, da er wegen einer Gelbsperre aus dem Viertelfinale gegen Real Madrid nicht an der Seitenlinie stehen durfte. Er musste nach der Ankunft im Pariser Prinzenpark auf die Tribüne gehen und verfolgte das Spiel im Pressebereich zwischen zwei Analysten der Bayern. „Das macht keinen Spaß“, sagte Kompany. Vor dem Spiel und in der Halbzeitpause durfte er nicht in die Kabine; dort wurde er von seinem Co-Trainer Aaron Danks vertreten.
Als ein Reporter darauf hinwies, dass PSG-Coach Luis Enrique manchmal in der ersten Hälfte auf der Tribüne sitzt, um einen besseren Überblick zu haben, und erst zur Pause zurückkehrt, entgegnete Kompany: „Ich weiß nicht, warum er das freiwillig macht.“
Kritik an Schiedsrichter-Entscheidungen
Kompany kritisierte zudem die Leistung von Schiedsrichter Sandro Schärer. Seiner Meinung nach hätte es den Eckball vor dem Tor zum 2:1 durch João Neves nicht geben dürfen, und auch der Elfmeterpfiff, als Alphonso Davies kurz vor der Pause der Ball an die Hand sprang, war für ihn fragwürdig: „Wenn der Ball erst am Bein ist und dann am Arm, ist es kein Elfmeter.“
Kimmich und Tah optimistisch
Joshua Kimmich sagte bei Prime: „Man sitzt in der Kabine und hat das Gefühl: Da ist noch was möglich.“ Er betonte: „Wir müssen in Anführungszeichen nur gewinnen.“ Jonathan Tah ergänzte: „Es steht nur 1:0 – und wir haben gezeigt, dass wir mindestens zwei Tore schießen können. Deswegen gehen wir mit vollem Selbstvertrauen in das Rückspiel rein, hauen in der Allianz-Arena alles raus und wollen ins Finale.“ Das Finale findet am 30. Mai in Budapest statt; das Rückspiel gegen Paris steigt am kommenden Mittwoch in München.
„Es war zu erwarten, dass es ein Schlagabtausch wird – so offen war aber nicht zu erwarten“, sagte Kimmich. „Es fühlt sich komisch an, weil wir verlieren“, fügte er hinzu, aber: „Die Ausgangssituation ist einfach: Wir müssen gewinnen. Und wir, die in der Kabine saßen, glauben an den Sieg.“
Michael Olise zeigte, was für ein Ausnahmespieler er ist. Nicht weniger stark: Luis Díaz. Dennoch verloren die Bayern in Paris, weil ein Führungsspieler nicht dominant genug war und ein Abwehrmann zu passiv. Wie die Bayern-Spieler sich in der Einzelkritik schlagen, lesen Sie hier.



