Historische Gründe für Eberls Final-Wunsch
Der Sportvorstand des FC Bayern München, Max Eberl (52), hat nach dem Einzug ins DFB-Pokalfinale eine klare Präferenz für den Gegner am 23. Mai in Berlin geäußert. Beim 2:0-Sieg im Halbfinale in Leverkusen machte die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel ihren Anspruch auf den Titel deutlich. Während am heutigen Abend das zweite Halbfinale zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg (20.45 Uhr, live in ARD und Sky) stattfindet, hat Eberl bereits einen Wunschgegner im Kopf.
Der Süd-Klassiker als Traumfinale
Max Eberl favorisiert eindeutig ein Finale gegen den VfB Stuttgart. Seine Begründung ist historisch geprägt: „Das würde passen, denn du hast den Supercup gegen Stuttgart gewonnen, du hast die Deutsche Meisterschaft gegen Stuttgart gewonnen – da gäbe es eine Folge.“ Stuttgart ist der amtierende Titelverteidiger im DFB-Pokal und holte den Pokal in der vergangenen Saison. Dadurch standen die Schwaben im August 2025 im Franz-Beckenbauer-Supercup gegen den deutschen Meister Bayern München, ein Spiel, das die Münchner mit 2:1 für sich entschieden.
Am vergangenen Wochenende sicherte sich Bayern zudem mit einem 4:2-Sieg gegen den VfB die Deutsche Meisterschaft. Ein Pokalsieg gegen Stuttgart im Finale würde somit ein historisches Titel-Triple gegen denselben Gegner bedeuten – eine einmalige Konstellation in der deutschen Fußballgeschichte.
Die Freiburg-Alternative: Drei mögliche Finals
Sollte sich jedoch der SC Freiburg im heutigen Halbfinale durchsetzen, ergäbe sich eine ebenso kurios wie spannende Alternative. Es könnte zu drei wichtigen Endspiel-Duellen zwischen Bayern München und dem SC Freiburg kommen. Zunächst stünde das DFB-Pokalfinale an. Darüber hinaus könnten sich beide Teams im europäischen Supercup treffen, falls Bayern die Champions League und Freiburg die Europa League gewinnen sollten.
Beide Vereine stehen aktuell in den Halbfinals dieser Wettbewerbe: Bayern spielt gegen Paris Saint-Germain, Freiburg gegen Sporting Braga. Zusätzlich würden beide Mannschaften im deutschen Supercup aufeinandertreffen, sollte Freiburg den DFB-Pokal gewinnen. Diese Dreifach-Konfrontation wäre ein Novum im deutschen Fußball.
Bayerns Vorfreude auf Berlin
Unabhängig vom Finalgegner herrscht bei den Bayern große Freude über die Rückkehr nach Berlin. Präsident Herbert Hainer (71) betonte: „Wir waren zuletzt 2020 in Berlin und das war immer ein Traum für uns. Der Sieg war absolut verdient. Jetzt freuen wir uns auf Berlin.“ Die Münchner konnten sich in den vergangenen Jahren nicht für das Pokalfinale qualifizieren und sehen die Teilnahme als wichtigen Schritt zur Wiedererlangung der Dominanz im deutschen Fußball.
Das Finale am 23. Mai im Berliner Olympiastadion verspricht somit nicht nur sportliche Spannung, sondern auch historische Dimensionen – egal ob im Süd-Klassiker gegen Stuttgart oder im möglichen Dreifach-Duell gegen Freiburg.



