Kinder an der Mecklenburgischen Seenplatte attackiert und beraubt
Die Polizei sucht intensiv nach Zeugen für zwei räuberische Übergriffe auf Kinder, die sich am Montagnachmittag in Waren an der Müritz und in Neubrandenburg ereignet haben sollen. In beiden Fällen wurden Jungen im Alter von elf und zwölf Jahren auf offener Straße misshandelt und beraubt. Die Täter sind weiterhin flüchtig, und die Ermittler bitten die Öffentlichkeit dringend um Mithilfe.
Erster Vorfall am Bahnhof in Waren
Laut Polizeiangaben soll der erste Übergriff gegen späten Nachmittag am Bahnhof in Waren stattgefunden haben. Ein zwölfjähriger Junge wurde demnach im Fußgängertunnel des Bahnhofs von einem jungen Mann aus einer größeren Personengruppe heraus attackiert. Etwa 20 Minuten später, während der Junge auf dem Bahnsteig auf den Zug nach Neustrelitz wartete, sollen ihm zwei Männer sein Handy entrissen haben. Zudem zwangen sie ihn, seinen Gürtel aus der Hose zu ziehen und ihnen zu geben.
Der Junge erlitt durch Schläge leichte Verletzungen und berichtete später seiner Mutter von dem Vorfall, die daraufhin Anzeige bei der Polizei in Neustrelitz erstattete. Die Täter sollen dunkel gekleidet und zwischen 13 und 19 Jahre alt gewesen sein. Die Zugfahrt von Waren nach Neustrelitz dauert etwa eine halbe Stunde.
Zweiter Vorfall in Neubrandenburg
Gegen 18:30 Uhr soll es in der Treptower Straße in Neubrandenburg zu einem ähnlichen Vorfall gekommen sein. Hier wurde ein elfjähriger Junge aus einer vierköpfigen Gruppe Jugendlicher heraus angegriffen. Ein Tatverdächtiger soll den Jungen in ein Gespräch verwickelt und ihm dabei Geld gestohlen haben. Anschließend schubste und schlug der Täter das Kind.
Später stellte der Elfjährige fest, dass ihm 60 Euro fehlten. Die Tatverdächtigen entfernten sich in Richtung Norden. Der Junge blieb unverletzt. In diesem Fall wird nach einem 14 bis 17 Jahre alten Verdächtigen gefahndet, der etwa 1,60 bis 1,65 Meter groß ist, schwarze Kleidung trägt und vorn gelockte dunkle Haare haben soll.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Die Polizei ermittelt in beiden Fällen wegen Verdachts auf räuberische Erpressung und räuberischen Diebstahl. Obwohl die Vorfälle innerhalb weniger Stunden und in verschiedenen Städten stattfanden, vermuten die Ermittler aufgrund der Entfernung keinen direkten Zusammenhang zwischen den Taten. Dennoch werden alle Hinweise sorgfältig geprüft.
Die Polizei appelliert an alle Zeugen, die die Vorfälle beobachtet haben könnten, sich umgehend zu melden. Jede Information, auch wenn sie zunächst unbedeutend erscheint, könnte entscheidend für die Aufklärung der Taten sein. Die Sicherheit von Kindern in der Region hat oberste Priorität, und die Behörden setzen alle verfügbaren Ressourcen ein, um die Täter zu fassen.



