Polizei sucht Besitzer von Kinderrucksack – doch der war eigentlich Sperrmüll
Kinderrucksack beschäftigt Polizei – war aber Sperrmüll

Polizei sucht Besitzer von Kinderrucksack – doch der war eigentlich Sperrmüll

Die Polizei in Neustrelitz war in den vergangenen Tagen mit einem ungewöhnlichen Fundstück beschäftigt: Ein Kinderrucksack mit Spielsachen und Kleidung wurde in Wesenberg gefunden und löste eine öffentliche Suche nach dem rechtmäßigen Besitzer aus. Doch am Ende stellte sich die Situation ganz anders dar, als die Beamten zunächst vermutet hatten.

Fund am Radweg in Wesenberg

Passanten hatten den Rucksack am Radweg an der B198 im Bereich „Vor dem Wendischen Tor“ in Wesenberg liegen sehen und den Fund am 3. April, dem Karfreitag, an eine Polizeistreife übergeben. In dem Rucksack befanden sich ein Kuscheltier, Kinderkleidung und verschiedene Spielsachen, darunter ein Dino. Die Polizei ging zunächst davon aus, dass der Rucksack über die Ostertage abgeholt werden würde, doch dies geschah nicht.

Augenzwinkernd teilte die Polizei mit, es gebe keinen Hinweis darauf, dass der „Osterhase“ etwas mit dem Fund zu tun habe. Anschließend starteten die Beamten eine öffentliche Suche mit einem Foto des Rucksacks, um den Besitzer ausfindig zu machen. Sie betonten, dass Dino und Spielsachen auf dem Revier zwar „super versorgt“ würden, aber bestimmt vermisst werden.

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Überraschende Auflösung des Falls

Am Mittwoch kam es dann zu einer überraschenden Wendung: Die Besitzer des Rucksacks wurden über soziale Medien auf die Polizeimeldung aufmerksam. Die Beamten konnten den Kontakt herstellen, und schnell wurde klar, dass im Revier niemand mehr auf leuchtende Kinderaugen warten musste. Denn die Familie wollte die Sachen gar nicht zurückhaben.

Der Rucksack mit Spielzeug und Kinderkleidung war ursprünglich von den Besitzern auf einen Sperrmüllhaufen abgelegt worden, der von anderen Personen stammte. Wie er von dort auf den Radweg gelangte, bleibt unklar. Die Familie erklärte, sie wolle die Gegenstände nicht wiederhaben, da sie zum Verschenken nicht mehr gut genug seien. Zudem fehlte dem Dino der Schwanz.

Damit ist der Fall gelöst. Die Polizei bedankte sich bei allen, die die Suche geteilt hatten, und betonte, dass solche Funde oft unerwartete Hintergründe haben können. Dieser Vorfall zeigt, wie sorgfältig die Behörden auch bei scheinbar kleinen Vorkommnissen vorgehen, um mögliche Besitzer zu finden.

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