Prozess gegen Ex-RAF-Terroristin Klette: Verteidigung hält Schlusswort
Klette-Prozess: Verteidigung hält Schlusswort

Im Prozess gegen die ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette wegen bewaffneter Raubüberfälle wird heute vor dem Landgericht Verden das Plädoyer der Verteidigung erwartet. Der Anwalt und die Anwältin der 67-jährigen Angeklagten planen, ein gemeinsames Schlusswort zu halten. Der Prozess nähert sich damit seinem Ende.

Verteidigungsrede der Angeklagten

Am Dienstag hatte Klette selbst eine Verteidigungsrede gehalten. Eine direkte Beteiligung an den ihr zur Last gelegten Taten räumte sie nicht ein. Sie verteidigte die Überfälle jedoch als notwendig, um ihr Leben im Untergrund zu finanzieren. Die Staatsanwaltschaft und die Nebenklage haben ihre Plädoyers bereits gehalten.

Die Anklage im Detail

Die in Berlin festgenommene Deutsche steht seit März 2025 in Niedersachsen vor Gericht. Laut Anklage soll Klette gemeinsam mit ihren mutmaßlichen Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub zwischen 1999 und 2016 maskiert und teils schwer bewaffnet Geldtransporter und Supermärkte überfallen haben. Die Beute beträgt mehr als zwei Millionen Euro. Die Überfälle dienten der Finanzierung ihres Lebens im Untergrund, nachdem die RAF sich 1998 aufgelöst hatte.

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Der Prozess wird mit Spannung verfolgt, da es sich um einen der letzten großen Verfahren gegen ehemalige Mitglieder der Roten Armee Fraktion handelt. Die Verteidigung wird voraussichtlich auf die schwierige Lebenssituation der Angeklagten und die lange Zeit im Untergrund eingehen. Ein Urteil wird in den kommenden Wochen erwartet.

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