Lebenslanges Flugverbot bei British Airways für heimliche Crew-Filmer
Lebenslanges Flugverbot bei British Airways

London – Ein falscher Griff zum Handy kann bei British Airways (BA) nun schwerwiegende Konsequenzen haben. Die Fluggesellschaft hat ihre Beförderungsbedingungen verschärft: Wer Crewmitglieder ohne deren ausdrückliche Zustimmung filmt oder fotografiert, riskiert ein dauerhaftes Flugverbot – einen sogenannten „lifetime ban“. Darüber berichtete das Portal „aeroTELEGRAPH“ zuerst.

Neue Regelung in Abschnitt 11a

Die neuen Bestimmungen sind in Abschnitt 11a der Beförderungsbedingungen festgehalten, der sich mit „unangemessenem Verhalten“ befasst. Dort heißt es unmissverständlich: „Wenn wir begründet annehmen, dass Sie während Ihres Aufenthalts an Bord des Flugzeugs unsere Besatzung oder andere Kollegen ohne deren Zustimmung gefilmt, live gestreamt oder fotografiert haben, können wir alle Maßnahmen ergreifen, die wir für angemessen halten, um Sie daran zu hindern, Ihr Verhalten fortzusetzen.“ Dies gilt nicht nur für Smartphones und Tablets, sondern auch für KI-Brillen und Actionkameras.

Konsequenzen bei Verstößen

British Airways teilt mit, dass Passagiere, die gegen diese Regel verstoßen, nach der Landung aufgefordert werden können, das Flugzeug zu verlassen. Zudem werden die verbleibenden Flugabschnitte ihres Tickets storniert und sie den örtlichen Behörden gemeldet. Im schlimmsten Fall oder bei Wiederholungstätern droht sogar ein lebenslanges Beförderungsverbot.

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Hintergrund der Verschärfung

Schon zuvor galten bei British Airways strenge Vorgaben für Fotos und Videos. Auch Mitarbeiter durften aus Cockpit oder Kabine nur eingeschränkt Inhalte veröffentlichen. Neu ist, dass sich die Maßnahme nun ausdrücklich gegen Passagiere richtet. Die Airline beruft sich dabei auf Persönlichkeitsrechte, die ohnehin gelten. Heimliches Filmen ist auch am Boden häufig unzulässig.

Zusätzliche Bordansage geplant

In den kommenden Wochen wird BA eine zusätzliche Bordansage vor dem Flug einführen. Darin werden die Passagiere daran erinnert, dass es verboten ist, die Besatzung ohne deren Erlaubnis zu fotografieren oder zu filmen. Ein genehmigtes Erinnerungs-Selfie mit der Crew ist jedoch weiterhin erlaubt.

Weitere Maßnahmen gegen aggressives Verhalten

Aggressive Passagiere, Missachtung von Sicherheitsregeln oder Behinderungen der Crew können bereits jetzt zu temporären oder lebenslangen Sperren führen. Heimliches Filmen rückt nun stärker in den Fokus, da Videos schnell in sozialen Netzwerken landen und Konflikte verschärfen können.

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