Frauenleiche aus der Aller geborgen: Ermittlungen zu vermisster Michelle H. aus Celle
Vor rund einem Monat verschwand die 25-jährige Michelle H. aus Celle in Niedersachsen spurlos. Am Samstag wurde nun an der Aller bei Hambühren, nordwestlich von Celle, eine Frauenleiche entdeckt. Ein Paddler, der auf dem Fluss unterwegs war, hatte die leblose Person in einem Gebüsch am Ufer bemerkt und umgehend Alarm geschlagen.
Bergung durch Rettungskräfte und polizeiliche Bestätigung
Rettungskräfte von Feuerwehr und DLRG bargen die Tote aus dem Gewässer. Die Polizei bestätigte auf Anfrage lediglich den Fund einer Frauenleiche, wollte jedoch nicht kommentieren, ob es sich dabei um die vermisste Michelle H. handelt. Die Identität der Verstorbenen ist somit noch nicht offiziell geklärt.
Blutspur und Ermittlungen gegen den Schwager
Bereits seit dem Verschwinden der jungen Frau laufen intensive Ermittlungen. Von ihrer Wohnung an der Albert-Schweitzer-Straße in Celle führte eine 193 Meter lange Blutspur in Richtung Robert-Koch-Straße, die plötzlich endete. Die Polizei geht davon aus, dass Michelle H. Opfer eines Verbrechens wurde.
Als Tatverdächtiger gilt ihr 46-jähriger Schwager. Dieser hatte am 11. März gegen 3.30 Uhr die Polizei alarmiert und angegeben, die zierliche, 1,60 Meter große Frau sei mit einer tiefen Halswunde aus der Wohnung gerannt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bislang wegen versuchten Totschlags gegen den Mann. Sollte sich bestätigen, dass es sich bei der geborgenen Leiche um Michelle H. handelt, würde der Vorwurf auf Totschlag erweitert.
Einsatz von Suchkräften an der Aller
Bereits Mitte März hatte die Polizei mit Unterstützung der DLRG Abschnitte der Aller nach Hinweisen durchsucht. Der jetzige Fund könnte einen traurigen Schlusspunkt in der Vermisstenfahndung setzen. Die Ermittlungen dauern an, während die Angehörigen und die Öffentlichkeit auf weitere Informationen warten.



