Leichenfund in Ostfriesland: Tatverdächtiger äußert sich weder bestätigend noch abstreitend
Nach dem Fund einer Leiche auf einem Privatgrundstück in Ostfriesland hat sich der festgenommene Tatverdächtige gegenüber den Ermittlern geäußert. Der 30-Jährige habe den ihm vorgeworfenen Mord weder gestanden noch bestritten, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Aurich mit. Der Mann befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.
Details zum mutmaßlichen Tathergang und zum Opfer
Der Verdächtige soll einen seit zwei Jahren vermissten 59-jährigen Deutschen durch massive Gewalteinwirkung getötet haben. Das Opfer war zeitweise als Betreuer des 34-jährigen Bruders des Tatverdächtigen tätig. Warum der Bruder betreut werden musste, konnte der Sprecher nicht erläutern.
Die Tochter und Ehefrau des Vermissten hatten den Mann aus dem Sauerland bereits Anfang Februar 2024 als vermisst gemeldet. Bei der anschließenden Suche durchsuchte die Polizei mehrere Grundstücke, bis Experten in der Gemeinde Holtgast im Landkreis Wittmund auf eine vergrabene Leiche stießen.
Weitere Verdächtige vorübergehend in Gewahrsam
In der vergangenen Woche waren auch die 60-jährige Mutter der beiden Brüder und der 34-jährige Bruder festgenommen worden. Beide wurden jedoch kurz darauf wieder freigelassen. Ein dringender Tatverdacht bestehe derzeit nicht, sie stehen aber weiter unter Verdacht, mit der Tat in Verbindung zu stehen. Beide haben sich gegenüber der Polizei nicht zu den Vorwürfen geäußert.
Bei den Durchsuchungen wurden laut Staatsanwaltschaft zahlreiche Spuren gesichert und Gegenstände beschlagnahmt. Der Sprecher wollte keine Angaben dazu machen, ob sich unter den beschlagnahmten Gegenständen auch die mutmaßliche Tatwaffe befindet. Dies gehöre zum Täterwissen und werde nicht öffentlich gemacht.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, während der 30-jährige Hauptverdächtige in Untersuchungshaft verbleibt. Die genauen Motive und Hintergründe der Tat sind noch unklar und werden von den Behörden intensiv aufgearbeitet.



