Linksterroristen-Paar stirbt bei Explosion: Bombenbau für Zuganschlag ging schief
In den Trümmern eines verlassenen Bauernhauses nahe Rom sind ein Mann und eine Frau ums Leben gekommen. Die italienischen Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei den Toten um Linksterroristen handelt, die sich beim Bau einer Bombe selbst in die Luft gesprengt haben.
Explosion im Park der Aquädukte
Donnerstagabend hörten Anwohner im Park der Aquädukte (Parco degli Acquedotti) in der Nähe von Rom eine laute Detonation. Als am Freitagmorgen ein Wachmann nachschaute, entdeckte er das eingestürzte Dach eines verlassenen Bauernhauses. In den Trümmern fanden sich die Leichen einer Frau und eines Mannes.
Zunächst wurde vermutet, dass es sich um zwei Obdachlose handeln könnte. Doch die Polizei konnte die Toten anhand ihrer Tätowierungen identifizieren. Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa handelt es sich um Alessandro M. und Sara A., die beide der anarchistischen Terroristenszene angehörten. Alessandro M. war bereits einschlägig vorbestraft.
Bombenbau endet tödlich
Die Ermittler gehen mittlerweile davon aus, dass das Paar eine oder mehrere Bomben bauen wollte und dabei die Explosion auslöste. Alessandro M. wurden durch die Detonation Teile des Arms abgesprengt. Bei den Untersuchungen wurden zahlreiche Nägel gefunden, die vermutlich Teil der Bombe oder Bomben gewesen sein könnten. Der italienische Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen und untersucht nun die Herkunft des Sprengstoffes.
Mögliches Ziel: Hochgeschwindigkeitsbahn
Als Ziel für einen Terroranschlag kommt eine nahegelegene Strecke der Hochgeschwindigkeitsbahn in Frage. In den vergangenen Wochen hatte es rund um die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo bereits mehrere Anschläge auf das italienische Eisenbahnnetz gegeben. Die Ermittler vermuten, dass das Paar einen ähnlichen Anschlag geplant haben könnte.
Die Explosion hat nicht nur das Leben der beiden Terroristen beendet, sondern auch erhebliche Schäden an dem Bauernhaus verursacht. Die Ermittler sichern weiterhin Spuren an dem Explosionsort, um die genauen Umstände des Vorfalls aufzuklären.



