Spektakuläre Rettungsaktion in Wiesbaden: Mann kopfüber am Zaun gespießt
Ein dramatischer Vorfall hat sich am frühen Samstagmorgen in Wiesbaden ereignet. Zwei Joggerinnen entdeckten an einem Sportgelände einen Mann, der kopfüber an einem Gittermattenzaun hing. Sein Oberschenkel war von einer dicken Metallspitze durchbohrt worden. Die Frauen alarmierten sofort die Rettungskräfte, was dem Verletzten vermutlich das Leben rettete.
Feuerwehr schneidet Mann mit Bolzenschneider frei
Gegen 7.50 Uhr erreichte der Notruf die Leitstelle. Sechs Feuerwehrleute fanden den Mann in etwa 80 Zentimetern Höhe hängend vor. Die Metallspitze des Zauns hatte sich etwa 15 bis 20 Zentimeter tief in seinen Oberschenkel gebohrt – und zwar von innen nach außen, nahe am Schritt. Einsatzleiter Thorsten Fels beschrieb die Situation als "spektakulär".
Der Mann war ansprechbar, aber stark unterkühlt. Der Unfall hatte sich wahrscheinlich bereits in der Nacht zuvor ereignet. Die Feuerwehr entschied sich für die schonendste Methode: Mit einem Bolzenschneider wurde der Zaun rund um die Einstichstelle abgetrennt. Während einige Einsatzkräfte den Verletzten hielten, führten andere den präzisen Schnitt durch.
Rettungsdienst transportiert Mann mit Zaunteil ins Krankenhaus
Nach der Befreiung stabilisierten die Retter den Patienten mit einem sogenannten Spineboard, das bei Verdacht auf Wirbelsäulenverletzungen zum Einsatz kommt. Anschließend übergaben sie ihn "mitsamt dem Zaunstück im Bein" an den Rettungsdienst. Notärzte und Sanitäter brachten den Mann zu Fuß in eine nahegelegene Notaufnahme – ein glücklicher Umstand, denn direkt neben dem Sportplatz befindet sich eine große Klinik.
Einsatzleiter Fels betonte: "Er hatte viel Glück." Ohne die beiden Joggerinnen, die ihn fanden, wäre der Ausgang vermutlich tragisch gewesen. "Ich weiß nicht, wie lange er noch überlebt hätte", sagte Fels. Obwohl auf dem Sportplatz eine Fußballmannschaft trainierte, verdeckten Büsche und Bäume die Sicht auf den Zaun.
Unglückshergang bleibt ungeklärt
Nach der geglückten Rettung bleiben wichtige Fragen offen:
- Warum versuchte der Mann, den Zaun zu überklettern?
- Wie lange hing er bereits an dem Zaun?
- Welches genaue Alter hat der Verletzte?
Die Feuerwehr schätzt das Alter des Mannes auf 50 bis 60 Jahre. Da er nur Ukrainisch sprach, konnte keine Verständigung stattfinden. Sowohl bei der Feuerwehr als auch im Krankenhaus stand die lebensrettende Versorgung im Vordergrund. Die Umstände des Unfalls werden weiter untersucht.



